Wilhelminenberg-Opfer: Geld nebensächlich
„Es geht uns aber nicht ums Geld“, diese Botschaft richten heute die Missbrauchsopfer an die Wilhelminenberg-Kommission. Das Gremium bekommt ja von der Stadt Wien satte 8,8 Millionen Euro für Entschädigungszahlungen zur Verfügung gestellt. Ursprünglich hat man nur von 5,8 Millionen gesprochen. Nachdem sich aber 771 mutmaßliche Opfer gemeldet haben, ist der Pot ordentlich aufgestockt worden. Die Opfer selbst begrüßen die großzügige Summe, Geld sei aber völlig nebensächlich, so Opfer-Anwalt Christoph Mizelli:
„Den Opfern muss therapeutisch geholfen werden! Viele sind suizidgefährdet und haben schwere psychische Probleme. Man muss diese schrecklichen Ereignisse mit ihnen professionell auf- und verarbeiten. Das Geld ist sekundär, hat aber durchaus Symbolkraft.“