Job: Mehr Freiheit = mehr Stress

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(17.02.2017) 

Daheim vom Sofa aus die Arbeit erledigen – was nach einem Traumjob klingt, ist in Wahrheit eine Burnout-Falle. Die Internationale Arbeitsorganisation schlägt deshalb jetzt Alarm: Immer mehr Menschen dürfen mobil arbeiten. Das heißt Smartphone und Laptop für unterwegs, statt Festnetz und Stand-PC im Büro. Klingt zunächst attraktiv: Kein Stau um in die Firma zu kommen, man kann ganz bequem von zu Hause aus arbeiten. Was die Angestellten übersehen: Arbeit und Freizeit werden nicht mehr getrennt, man macht laut Studie so sogar deutlich mehr Überstunden. Dank der mobilen Arbeitsgeräte, fühlen sich die meisten auch dazu verpflichtet, rund um die Uhr erreichbar zu sein, sogar am Wochenende.

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Gefährlich, sagt Arbeitspsychologe Boris Zalokar:
“Unser Gehirn kommt so nie zur Ruhe. Wir sind ständig unter Strom, checken permanent E-Mails und Nachrichten am Smartphone und schalten einfach nicht ab. Das erzeugt enormen Stress. Man muss mit dem Chef unbedingt bestimmte Arbeitszeiten abchecken, sonst wird das schnell gefährlich. Ich empfehle, am Abend die Geräte auch völlig abzuschalten.“

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Mobiles Arbeiten – Gefahren und Tipps:

• Keine fixen Arbeitszeiten: Klingt sehr bequem, immerhin kannst du dir die Arbeit quasi selbst einteilen. Doch laut Studie entstehen so sogar mehr Überstunden. Wohl auch, weil man oft langsamer arbeitet. Betroffene berichten nämlich, dass sie sich daheim oder unterwegs schlechter auf die Arbeit konzentrieren können, als im Büro.

• Rund um die Uhr erreichbar: Der Nachteil an mobilen Geräten. Wer mit Firmen-Laptop und Smartphone ausgestattet ist, fühlt sich schnell dazu verpflichtet, rund um die Uhr erreichbar zu sein. Sogar am Wochenende.

• Keine Freizeit: Arbeit ist Arbeit, Freizeit ist Freizeit. Wer allerdings daheim arbeitet, übersieht schnell die Grenzen. Das ist für unser Gehirn Gift, denn es kann sich so nie auf Ruhezeiten einstellen.

• Tipps: Ein Gespräch mit dem Chef ist hier absolute Pflicht. Man muss abklären, wann man erreichbar sein muss und wann man die Geräte auch ruhigen Gewissens ausschalten darf. Setz dir selber fixe Pausen. Wenn möglich, trenne Firmen- und Privathandy. Am Wochenende solltest du keine beruflichen E-Mails checken.

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