1 Monat auf Pazifik überlebt

nach Bootsunglück

(12.02.2020) Vier Menschen aus Papua-Neuguinea haben ein Bootsunglück im Pazifik überlebt. Zwei Männer, eine Frau und eine Zwölfjährige mussten 32 Tage lang auf dem offenen Meer ausharren, bevor sie gerettet wurden. Während der Zeit auf See haben sie sich von Kokosnüssen und Regenwasser ernährt. Das berichtet heute die Zeitung „Solomon Star News“. Acht weitere Bootsinsassen, darunter ein Baby, sind bei dem Bootsunglück Ende Dezember ums Leben gekommen.

Laut dem Zeitungsbericht hat die ursprünglich 12-köpfige Reisegruppe ihren Trip am 22. Dezember auf der östlich von der Hauptinsel von Papua-Neuguinea gelegenen Insel Bougainville gestartet. Die Menschen hatten vor, Weihnachten auf den etwa 100 Kilometer entfernten Carteret-Inseln zu verbringen. Laut dem Überlebenden Dominic Stally ist das Boot gekentert. Ein Teil der Gruppe konnte sich zurück an Bord retten. Mehrere Menschen sind jedoch ertrunken. Im Laufe der Wochen sind - nach seinen Angaben - weitere Menschen gestorben. „Ein Paar starb und hat sein Baby hinterlassen. Ich habe das Baby gehalten, bis es später ebenfalls gestorben ist“, sagte Stally laut „Solomon Star News“.

Zwar sind immer wieder Fischerboote an den Schiffbrüchigen vorbei gefahren, bemerkt hat sie jedoch niemand. Am 23. Jänner konnten die vier schließlich vor der Küste Neukaledoniens gerettet werden. Das Boot hatte sich da bereits 2.000 km vom Ausgangspunkt entfernt. Die Überlebenden wurden in die Hauptstadt der Salomoninseln, Honiara, gebracht und medizinisch versorgt.

(ap)

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