1200 Mpox-Fälle pro Woche

Virus grassiert in Afrika

(19.08.2024) Das früher als „Affenpocken“ bekannte Mpox-Virus breitet sich weiterhin schnell in mehreren afrikanischen Ländern aus. Die Afrikanischen Union (CDC) zählt alleine in der letzten Woche 1.200 neue Fälle von drei verschiedenen Mpox-Unterarten. Seit Jahresbeginn gibt es auf dem Kontinent 18.737 Fälle, schon jetzt also deutlich mehr als die insgesamt 14.383 Fälle im Jahr 2023. In zwölf Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union (AU) gibt es gemeldete Mpox-Fälle, 541 Menschen sind bisher gestorben.

Besonders besorgniserregend ist Virenstrang 1b, der im Kongo und anderen afrikanischen Ländern kursiert. Allein im Kongo sind in der letzten Woche 24 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aufgrund der Ausbreitung dieser Variante in mehreren afrikanischen Ländern die höchste Alarmstufe ausgerufen. Mpox wird durch engen Kontakt zwischen Mensch und Tier oder unter Menschen übertragen, zu den Symptomen gehören unter anderem Pusteln, Fieber und Gliederschmerzen.

Sex

Mpox wird durch engen Kontakt übertragen

Den ersten Fall der Virusvariante 1b in Europa hat Schweden am Donnerstag bei einem Reiserückkehrer aus Afrika gemeldet. Die WHO fordert eine Ausweitung der Impfstoffproduktion, der dänisch-deutsche Hersteller Bavarian Nordic verfügt über 500.000 Dosen des Impfstoffs Imvanex (MVA-BN) und könnte bei Bedarf weitere 2,4 Millionen Dosen produzieren. In Japan wird zusätzlich der Impfstoff LC16 produziert, der aber nicht kommerziell erhältlich ist, sondern nur im Auftrag der japanischen Regierung hergestellt wird. Ärzte ohne Grenzen fordert Länder mit Impfstoffvorräten auf, Dosen an Afrika zu spenden, und bittet den Impfstoffhersteller Bavarian Nordic, seine Preise zu senken, da der Impfstoff für viele der betroffenen Länder unerschwinglich ist.

(PS/APA)

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