14-jähriger Islamist womöglich kein Einzelfall

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Schock und Fassungslosigkeit nach dem Geständnis des erst 14-jährigen Terror-Verdächtigen aus St. Pölten. Laut Staatsanwaltschaft hat der Bursche alles zugegeben: Er sympathisiere mit dem IS und hätte überlegt, eine Bombe an einem öffentlichen Platz zu zünden. Die Pläne dafür stammen offenbar aus dem Internet. Die Familie und die Freunde des Burschen können es nicht fassen, niemand hatte geglaubt, dass sich der Teenie tatsächlich derartig radikalisiert. Laut Medienberichten wurde der 14-Jährige im Internet geködert, 25.000 Dollar hätte man ihm für seinen Terroreinsatz versprochen.

Weitere Burschen manipuliert?

Der 14-Jährige könnte kein Einzelfall sein, laut Medienberichten, könnten noch zwei weitere junge Österreicher vom IS online manipuliert und rekrutiert worden sein. Die Ermittlungen laufen. Sicherheitsexperte und Ex-Cobra-Chef Wolfgang Bachler warnt davor, die radikalisierte Jugend zu unterschätzen:

Bachler gegenüber KRONEHIT:
"Erstens ist ein 14-Jähriger nicht gleich 14-Jähriger, also es ist wohl auch sehr stark von der individuellen Entwicklung abhängig. Und Zweitens, ist es so, dass bedauerlicherweise Anleitungen für solche Anschlagsgerätschaften in offenen Quellen, also im Internet angeboten werden. Es ist also nicht auszuschließen, dass so etwas auch in Österreich umgesetzt werden könnte. In jedem Fall sollte man den 14-Jährigen, auch wenn er noch sehr jung ist, ernst nehmen!"

Und so funktioniert die Manipulation in den IS-Propagandavideos:

29.Oktober:

Erschütterndes Geständnis des 14-jährigen Terrorverdächtigen. Gestern haben ja für einen Teenager in St. Pölten die Handschellen geklickt. Der Bursche soll sich Bombenpläne im Internet besorgt haben. Angeblich, um einen Anschlag auf einem öffentlichen Platz in Wien zu verüben. Konkret ist vom Wiener Westbahnhof die Rede gewesen. Mutmaßliches Motiv: Der Bursche soll sich für den Dschihad interessieren. Jetzt bestätigen sich die Befürchtungen.

Michaela Obenaus von der Staatsanwaltschaft St. Pölten:
“Der Bursche hat zugestanden, dass er mit dem Islamischen Staat sympathisiere. Er hat auch zugegeben, dass er sich Bombenpläne im Netz angesehen hat. Laut derzeitigen Ermittlungen gibt es aber keine Anzeichen dafür, dass er bereits einen konkreten Terrorplan gehabt hätte.“

Der 14-Jährige dürfte über das Internet unbemerkt von Familie und Freunden radikalisiert worden sein. Eines der vielen Propaganda- und Werbe-Videos des IS:

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