Lifeball 2012: mit feuriger "Style Bible"

Beim insgesamt 20. Life Ball in Wien wird es mit dem Motto "Fight the Flames of Ignorance" heiß hergehen. Der letzte Teil des Vier-Elemente-Zyklus - das Feuer - wird die Kreativität der Besucher beflügeln. Einen Vorgeschmack auf das bunte Treiben beim Charity-Event rund um HIV und Aids gab das Fotoshooting zur Style Bible.

An fünf Tagen im November standen sechs Feuerkünstler und 21 Models vor der Linse des Fotografen Markus Morianz, für die "Style Bible" des Life Ball 2012. Im Vordergrund beim Fotoshooting standen Kostüme im Stil der Belle Epoque und opulente Figuren. Diese Figuren stellen jeweils zwei Gegensätze dar, wie Genuss und Reue, Moral und Anstand oder Ignoranz und Respekt. Das zentrale Element in jedem Bild ist aber das Feuer, was das Fotoshooting zu einer Herausforderung machte und die Anwesenheit eines Brandschutzbeauftragten erforderte. Der Organisator des Life Ball Gery Keszler, ließ es sich nicht nehmen bei jedem Kostüm selbst Hand an zu legen, um die Models perfekt gestylt vor die Kamera zu schicken. Insgesamt waren 70 Firmen und 85 ehrenamtliche Helfer an der Umsetzung des Sujets beteiligt. Mit dem Motto "Fight the Flames of Ignorance" sind der Kreativität der Ballbesucher fast keine Grenzen gesetzt.

Kontroversen zwischen Keszler und Lugner vor dem Life Ball

Nach einer Aussage von Richard Lugner über Homosexualität und Aids will Gery Keszler den Baumeister nicht auf dem Life Ball 2012 im Wiener Rathaus sehen, berichtet das Online-Portal Vienna.at. In der ORF-Sendung "Chili" gab der Baumeister ein Interview: "Veganer wird aus mir nicht, auch kein Homosexueller. Das sind so gewisse Dinge, wo ich sage: 'Das überlasse ich anderen diese Späße. Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben Aids krank.'" Der Organisator des Life Ball gab daraufhin sein Unverständnis in einem offenen Brief zum Ausdruck: "persönlich und im Namen von 'Aids Life' mein Unverständnis, offen gesprochen, mein schieres Entsetzen zum Ausdruck" und "... als wiederholter Besucher des Life Ball und Medienkonsument sollten Sie mit den tatsächlichen Fakten der Aids-Problematik besser vertraut sein".

Gery Keszler sprach sich im offenen Brief ferner gegen einen Besuch von Richard Lugner am Ball im Wiener Rathaus aus: "Im Sinne der Sache bitten wir Sie, den Life Ball künftig nicht mehr zu besuchen. Ihre Anwesenheit bei einer Aids-Charity wäre ein Affront gegenüber all jenen, die sich schon seit Jahrzehnten im Kampf gegen HIV/Aids und Stigmatisierung engagieren, sich für Prävention und Aufklärung einsetzen und für mehr Toleranz gegenüber Betroffenen stark machen". Somit wird Lugner wohl nicht zu den Besuchern des Life Ball 2012 zählen.

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