Breivik-Prozess: Schwierige Gratwanderung für die Medien

(afp) Gestern der große Redeschwall - heute das große Schweigen! Der Prozess gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik geht weiter. Breivik sollte über seine Motive für die Bluttat befragt werden. Der Massenmörder hat sich vor dem Gericht allen Fragen zu Hintermännern oder Helfern seiner Bluttat verweigert. Gestern noch verbreitet der irre Norweger im Gerichtssaal seine Nazi-Propaganda und erzählt grausige Details seiner Taten. Für die Medien ist die Berichterstattung eine schwierige Gratwanderung, sagt Kommunikationsexperte Peter Vitouch von der Uni Wien. Sie müssen sich zwischen Sensationsschlagzeilen und dem was den Leuten zuzumuten ist, entscheiden:

"Es steht den Medien ja frei, Informationen, die für die Allgemeinheit relevant sind, zu transportieren und andere Informationen, die eher nur den emotionalen und sensationellen Bereich betreffen, in geringerem Maße zu senden. Das wäre dann so etwas wie eine freiwillige Selbstkontrolle der Medien".

 

 

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