Breivik schildert Massaker vor Gericht

‚Bis 2006 war ich normal, dann habe ich mich absichtlich emotional abgestumpft.‘ Das sagt der norwegische Massenmörder Anders Breivik heute am fünften Prozesstag. Das sei nötig gewesen, um die Taten zu begehen. Die Staatsanwaltschaft in Oslo beleuchtet heute das Blutbad auf Utöya mit 69 Toten in allen Details. Breivik hat den Massenmord auf der Fjordinsel in ruhigen Worten beschrieben. Als er als Polizist verkleidet auf der Insel angekommen ist, habe er sich gedacht ‚jetzt oder nie‘. Dann habe er als erste die Betreuerin erschossen. Anschließend sei er in eine Art Schock-Zustand gefallen. Und: Eigentlich habe er gar nicht so viele Schüler erschießen wollen. Sein Plan sei gewesen, sie ins Wasser zu scheuchen, wo sie ertrinken sollten. Für die Angehörigen der Opfer waren die Schilderungen des Massenmörders nur schwer zu ertragen.

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