Datenleck in der Klasnic-Kommission?

Große Aufregung gibt es um die sogenannte Klasnic-Kommission. Bei der Kommission, die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche prüft, gibt es offenbar ein Datenleck. Eine Datenanfrage eines Opfers aus Wien zeigt jetzt, dass offensichtlich intime Details rund um Missbrauchsfälle bei der Bischofskonferenz landen. Neben Namen und Anschrift wird auch die Art und der Ort des Missbrauchs, sowie die Namen von Therapeuten gespeichert. Sogar höchst sensible Informationen aus psychologischen Gutachten sollen weitergeleitet worden sein.

Auch intime Daten, die dem entsprechenden Psychologen mitgeteilt werden, dürfen den Raum nicht verlassen. Bereits das ist eine grobe Verletzung der Intimsphäre der Betroffenen. Wenn die Daten dann aber noch dazu an die Täterorganisation weitergeleitet werden, so ist das eine grobe Verletzung der Persönlichkeit.

...........Datenschutzexperten sind über das Vorgehen der Klasnic-Kommission empört. Die Übermittlung von Gesundheitsdaten an nicht facheinschlägige Dritte sei unzulässig. Opfer leiden zumeist ihr Leben lang an den Folgen von Missbrauch, so Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt:

OT 1 Rothwangl viele Opfer leiden immer noch

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