Sanitäter wirft abgetrennte Fingerkuppen weg

Folgenschweres Blackout beim Roten Kreuz. Ein dreijähriges Mädchen hat sich in Zirl in Tirol beim Spielen die Fingerkuppen abgetrennt. Nach der Fahrt mit dem Roten Kreuz ins Krankenhaus in Innsbruck sind die Gliedmaßen weg. Ein Sanitäter hat die Fingerspitzen einfach mit dem Verbandszeug entsorgt. Er hatte offenbar ein Blackout. Die Kuppen sind wieder angenäht worden, dem Roten Kreuz Tirol ist das aber unangenehm, so Sprecher Fritz Eller:

Wie das passieren kann, das kann ich nicht sagen, weil so etwas nicht passieren darf. Das ist Grundlagenwissen, das schon im Erste Hilfe-Kurs unterrichtet wird. Das ist das kleine Einmaleins im Rettungsdienst. Uns tut das sehr leid. Wir werden natürlich in diesem Bereich ganz sensibel in der Schulung aufpassen. Ich glaube aber nicht, dass wir am kompletten System was ändern müssen, das System würde ja funktionieren. In diesem Fall war es das persönliche Versagen eines Mitarbeiters." 

Der Sanitäter ist vom Dienst suspendiert worden, ihm droht jetzt auch die Kündigung. Das kleine Mädchen ist auf dem Weg der Besserung.

 

 

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