17-jähriges Mädchen tot

Unterlassene Hilfeleistung

(17.08.2021) Ein 17-jähriges Mädchen ist in Wien-Ottakring nach dem Konsum von Drogen und Alkohol gestorben. Laut Polizeisprecher Daniel Fürst hatte die Jugendliche mit zwei jungen Männern in einer Wohnung im Bereich Maroltingergasse gefeiert und dabei Alkohol sowie Benzodiazepine zu sich genommen. Das Trio legte sich nieder. Als die drei aufwachten, ging es der 17-Jährigen immer schlechter. Den Burschen wird vorgeworfen, zu spät Hilfe geholt zu haben.

Aus Angst keine Rettungskräfte verständigt

Die jungen Männer - ein 16-jähriger finnischer und ein 21-jähriger italienischer Staatsbürger - dürften aus Angst, dass ihr eigener Drogenkonsum auffliegt, das Mädchen aus der Wohnung ins Freie getragen haben. Dann rief der Jugendliche bei der Polizei an, Uniformierte setzten zunächst die Erste-Hilfe-Maßnahmen, bis die Rettungskräfte übernahmen. Die Wiener Berufsrettung brachte die Jugendliche in ein Krankenhaus, wo sie starb.

Derzeit keine Hinweise auf Übergriffe

Hinweise auf Übergriffe seitens der männlichen Begleiter fanden sich bei den weiteren Ermittlungen nicht. Die beiden zeigten sich in den ersten Einvernahmen geschockt vom Tod der jungen Frau. Sie trugen die 17-Jährige ins Freie, weil sie offenbar nicht wollten, dass die Einsatzkräfte Suchtmittelutensilien in der Wohnung zu Gesicht bekommen. Dort stellten die Ermittler unter anderem eine Spritze sicher.

Anzeige und Obduktion

Der 21- und der 16-Jährige wurden nach der Einvernahme wegen unterlassener Hilfeleistung auf freiem Fuß angezeigt. Außerdem wurde eine Obduktion der 17-Jährigen angeregt.

(fd/apa)

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