Menschenrechte in Aserbaidschan weiter missachtet

Weiterhin katastrophale Zustände bei den Menschenrechten in Aserbaidschan! Rechtzeitig zum großen Finale des Song Contest in der Hauptstadt Baku prangert Amnesty International die Image-Kampagne der aserbaidschanischen Führung an. Für Andersdenkende hat die Regierung nämlich immer noch wenig übrig, sagt Heinz Patzelt von Amnesty Österreich.

„Aserbaidschan ist ein straff autoritär geführter Staat, in dem es lebensgefährlich ist, einer anderen Meinung zu sein. Das gilt ganz besonders für Journalisten, die niedergeknüppelt und verschleppt werden, wenn sie kritisch Bericht erstatten. Das gilt aber auch für jeden, der wagt, zu einer Demo aufzurufen oder daran teilzunehmen. Da ist dann wirklich „Running Scared“ angesagt, wie der Siegertitel vom letzten Jahr heißt – also in Angst davonlaufen.“

Nach dem Song Contest sei vor allem wichtig, dass die Menschenrechtsverletzungen nicht wieder aus den Medien verschwinden, sagt Patzelt weiter. Denn eine Chance, dass sich die Situation bald bessert, sehe er nicht.

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