2021: 20.000 Verkehrstote

Deutlich weniger als vor Corona

(28.03.2022) 2021 sind wieder mehr Menschen auf den Straßen in der EU gestorben als im Jahr zuvor. Vorläufigen Zahlen der EU-Kommission zufolge verloren knapp 20.000 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr, wie die Brüsseler Behörde am Montag mitteilte. Dies entspreche einem Anstieg von rund 1.000 im Vergleich zum Vorjahr.

Im Vergleich zu 2019, dem Jahr bevor die Corona-Pandemie in Europa ausbrach, seien aber 3.000 Todesopfer weniger zu beklagen. Während sich das Verkehrsaufkommen wieder normalisiere, müsse man dafür sorgen, dass die Zahl der Verkehrstoten nicht wieder auf das Niveau vor der Pandemie steige, teilte EU-Verkehrskommissarin Adina Valean mit.

359 Menschen verunglückten 2021 auf Österreichs Straßen tödlich. Das sind um 15 oder vier Prozent mehr als im Jahr davor (344). Am stärksten war der Anstieg den Angaben zufolge in Ländern wie Slowenien (43 Prozent), Kroatien (23), Bulgarien (21) und Italien (19). Aber auch größere Länder wie Frankreich und Spanien verzeichneten mit einem Zuwachs von 16 beziehungsweise zehn Prozent einen deutlichen Zuwachs. In Deutschland hingegen starben bei Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr - nach vorläufigen Zahlen - so wenige Menschen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 60 Jahren.

Der Rückgang in Deutschland betrug sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt bereits im Februar mitgeteilt hatte. 2569 Menschen kamen demnach ums Leben. Nach Angaben der EU-Kommission meldeten auch Dänemark, Irland, Zypern, Litauen, Malta, Polen, Portugal und Schweden so wenige Verkehrstote wie nie zuvor.

(apa/makl)

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