Wien: Prozess gegen ranghohen Polizisten

Am Wiener Straflandesgericht beginnt heute der Prozess gegen einen ehemaligen Chefinspektor der Kripo Wien. Justizexperten sprechen von einem Mammut-Prozess, 14 Verhandlungstage sind anberaumt, dutzende Zeugen müssen befragt werden.

Alles erinnert an einen Mafia-Film: Der 53-Jährige soll engen, teils freundschaftlichen Kontakt zu Wiener Unterwelt-Größen gehabt haben – darunter Mitglieder der Baumafia sowie Anführer von Schutzgeld-Truppen. Und er soll sich zu deren Gunsten strafbar gemacht haben. Die Anklageschrift ist lang: Unter anderem soll der suspendierte Polizist einseitig ermittelt und seine Hände schützend über Mitglieder des Rotlichtmilieus gelegt haben. Außerdem soll er Zeugen beeinflusst und eingeschüchtert haben. Im Fall eines Schuldspruchs drohen dem ehemaligen Spitzenpolizisten bis zu 5 Jahre Haft. Ein Urteil wird für Mitte Februar erwartet.

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