Prozess um Todesschuss am Hollabrunner Bezirksgericht

Dem Todesschützen von Hollabrunn wird heute am Landesgericht Korneuburg der Prozess gemacht. Der 58-Jährige soll letztes Jahr eine Gerichtshelferin erschossen haben. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.

Ausgerechnet eine Woche vor Weihnachten taucht der Mittelschullehrer schwer betrunken im Bezirksgericht Hollabrunn auf. Getrieben von einem generellen Hass auf die Justiz sucht er jene Richterin, die für seine Scheidung zuständig gewesen ist. Eine 42 Jahre alte Beamtin versucht ihn zu beruhigen. Zwecklos: Der Mann zieht eine Pistole und schießt der Ehefrau und Mutter zweier Volksschulkinder in den Kopf. Der Prozess ist auf zwei Tage anberaumt. Die Verteidigung setzt vor allem auf die Aussage der Hausärztin des mutmaßlichen Täters. Denn diese soll beweisen, dass der Lehrer kein Gewohnheitstrinker und deshalb zum Zeitpunkt der Tat unzurechnungsfähig war.

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