8-Jährige sind magersüchtig

Essstörungsopfer immer jünger

Die Opfer von Essstörungen werden immer jünger. Darauf wurde jetzt bei einem Ärztekongress in Tirol aufmerksam gemacht. Inzwischen werden sogar schon 8-jährige Mädchen wegen Magersucht behandelt. Wegen falscher Schönheitsideale, die ihnen im Netz vorgegaukelt werden, hungern sich die Kinder bis auf die Knochen runter.

Es sind aber nicht nur die Sozialen Netzwerke schuld, sagt die auf Essstörungen spezialisierte Psychotherapeutin Andrea Hammerer:
"Da muss man wirklich auch die Eltern ins Gebet nehmen. Wenn das Kind noch den Babyspeck drauf hat und somit im Wachstum ist, geht das schon los. Da wird nur ein Joghurt gegessen, da wird auf das Frühstück verzichtet und vieles mehr. Unsere Gesellschaft kann einfach mit Essen nicht gut umgehen."

Meist handelt es sich bei den Opfern um Mädchen. Auch in der Pubertät, wo viele dann an Bulimie erkranken. Die Burschen holen aber auf, sagt Hammerer:
"Das ist erschreckend anzusehen, wie die Jungs dann trainieren, aber nichts essen. Schließlich sind sie dann bis aufs Skelett abgemagert. Und auch die Bulimie greift bei den Burschen über."

Wichtig ist, dass den Opfern geholfen wird. Die Heilungschancen bei Essstörungen seien laut Experten gut. Vorsicht ist allerdings immer geboten, denn häufig kommt es zu Rückfällen.

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