Affenpocken: Immer mehr Fälle

Darauf ist zu achten

(19.05.2022) Die Zahl der Affenpocken-Fälle nimmt zu! Nach Großbritannien, Spanien und Portugal ist jetzt auch in den USA der erste Fall bestätigt worden. Die WHO hat daher bereits zu einer rigorosen Verfolgung aller Kontakte der Betroffenen aufgerufen. Affenpocken werden meist durch direkten Kontakt übertragen. Meist ruft die Viruserkrankung nur milde Symptome hervor, kann aber vor allem bei Risikopatienten auch schwere Verläufe verursachen.

Die Symptome sind relativ eindeutig, sagt Virologe Norbert Nowotny:
“Das sind eben pockenartige Läsionen, die durchaus einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern haben können. Also man kann sie eigentlich nicht übersehen. Sie haben meist einen erhabenen Rand und im Inneren sind sie blutig-nekrotisch.“

Weitere Symptome von Affenpocken?

Zu den Symptomen zählen: plötzlich einsetzendes Fieber, starke Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Halsschmerzen, Husten, häufig auch Lymphknotenschwellungen. Typisch ist zudem ein vom Gesicht auf den Körper übergreifender, pockentypischer Ausschlag. Selten treten Erblindung und entstellende Narben als Dauerschäden auf.

Gibt es eine schützende Impfung?

Eine zugelassene Impfung speziell gegen Affenpocken gibt es nicht. Historischen Daten zufolge schützt aber eine Pockenimpfung gut vor Affenpocken - und das wohl lebenslang. Eine Impfung mit diesem Impfstoff gilt daher als mögliche Maßnahme, um zumindest Kontaktpersonen von Affenpocken-Infizierten zu schützen. Paul Hunter von der Universität of East Anglia zufolge hilft das "ziemlich effektiv". Entsprechende Vorräte sind demnach vorhanden und können bei Kontaktpersonen eingesetzt werden.

Wie wird die Infektion behandelt?

Behandelt werden die Symptome sowie mögliche bakterielle Sekundärinfektionen, eine speziell gegen Affenpocken gerichtete Therapie gibt es nicht.

(mc/fd)

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