Akademikerball-Prozess

Der Fall, der ab heute am Wiener Straflandesgericht verhandelt wird, hat hohe Wellen geschlagen. Vor Gericht steht ein Demonstrant aus Deutschland, der seit der Anti-Akademikerball-Demo Ende Jänner in U-Haft sitzt. Dem 23-Jährigen werden Landfriedensbruch, Sachbeschädigung sowie schwere Körperverletzung vorgeworfen. Die Anklage sieht in ihm das Mastermind hinter den Ausschreitungen, für Prozesskritiker ist er der Sündenbock.

Sein Anwalt Clemens Lahner plädiert auf nicht schuldig:
‚Der Polizeieinsatz am 24. Jänner war sehr aufwendig, teuer und insgesamt mäßig erfolgreich. Dass hier ein Bedürfnis besteht, dass man zumindest am Ende sagen kann, der hat alles gemacht und soll jetzt verurteilt werden, ist keine große Überraschung. Unsere Hoffnung ist aber natürlich, dass sich das Gericht alles objektiv anhören und ansehen wird, was auf dem Tisch liegt und am Ende eine korrekte Entscheidung treffen wird.‘

Fraglich ist, ob das Gericht wie geplant bis morgen zu einem Urteil kommt. Dem Deutschen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

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