Anti-Abschiebungsdemo Wien

Festnahmen auf A4 und B9

(30.03.2021) Wegen einer Kundgebung gegen eine geplante Abschiebung sind am Dienstag die Ostautobahn (A4) zwischen Knoten Schwechat und Flughafen sowie die B9 gesperrt gewesen. Zwei Teilnehmer seilten sich laut Exekutive von einer Brücke auf die A4 ab. Es kam zu kilometerlangen Staus, am späten Vormittag wurde die Sperre der A4 aufgehoben. Vier Demonstranten wurden festgenommen, berichtete Polizeisprecher Johann Baumschlager. Zudem wurden Teilnehmer angezeigt.

Demo

Autobahn A4

Rund 50 Aktivisten vom Bündnis "Bleiberecht für alle" protestierten laut eigenen Angaben gegen die geplanten Abschiebungen nach Afghanistan - unter anderem mit Sitzblockaden an mehreren Stellen auf der Zufahrtsstraße zum Flughafen. Für 16.00 Uhr wurde eine Demonstration am Oskar-Morgenstern-Platz in Wien-Alsergrund angekündigt. Am Vortag hatten Proteste vor dem Innenministerium stattgefunden, teilte das Bündnis mit. "Wir fordern den Stopp aller Abschiebungen und ein Bleiberecht für alle", betonte Aktivistin Alicia Becker laut einer Aussendung. Für Afghanistan gelte eine Reisewarnung der sechsten und damit höchsten Stufe.

Demo

B9 bei Schwechat

Richtung Wien bildete sich aufgrund der A4-Sperre am Vormittag ein sieben Kilometer langer Stau, auf der Gegenfahrbahn waren es drei Kilometer, sagte Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla. Neben der Polizei war auch die Feuerwehr an Ort und Stelle. Die Einsatzkräfte brachten laut Asfinag mehrere Teilnehmer von der Brücke, anschließend konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die B9 blieb u.a. aufgrund von Sitzblockaden der Aktivisten bis in die Mittagsstunden gesperrt. Die Demonstranten werden wegen Nichteinhaltung des Abstandes nach dem Covid-Maßnahmengesetz sowie nach dem Versammlungsgesetz und der Straßenverkehrsordnung angezeigt.

(fd/apa)

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