Asyl-Memes geistern durch Facebook

Asylwerber würden viel mehr Geld als die Österreicher bekommen, sie lassen angeblich ihre Familien im Krieg im Stich oder finden unser Essen grausig. Je mehr Flüchtlinge nach Österreich kommen, desto mehr geht es in den Medien und vor allem Social Networks rund. Auf Facebook wird seit einigen Monaten mit Memes aufgehetzt.

Falsche Infos

Prüft man die Fakten, ist klar: An den reißerischen Bildern und Texten ist nichts dran.

  • Ein Asylwerber mit sechs Kindern bekommt laut Innenministerium insgesamt 1.217 Euro (200€ für einen Erwachsenen, 90€ pro Kind, Miete 240€ + Zuschüsse für Kleidung Schulbedarf, Schulfahrt insgesamt ca. 237€/Monat).
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  • Ein österreichischer Facharbeiter mit sechs Kindern kommt auf 2.500 Euro (Verdienst als Durchschnittswert mit 1200€ netto, Kindergeld 1.300€)
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  • Bei der Rechnung mit einem Österreicher mit Durchschnittsverdienst von 1.732,50€ (Statistik Austria) kommen mit Kindergeld 3.032,50 Euro heraus.
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  • Asylwerber die in einem Heim wohnen, bekommen 40€ Taschengeld im Monat.
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  • Verdammt zum Nichtstun: Kein Flüchtling hat in Österreich eine Arbeitserlaubnis, möglich ist es nur kurz als Erntehelfer, Saisonarbeiter oder ehrenamtlich im Gemeindedienst zu arbeiten.

'Es kommen nur junge Männer'

Auf Facebook wird immer wieder behauptet, dass 90% der Flüchtlinge Männer sind. Tatsächlich sind es in Österreich aktuell 76%. Warum kommen so viele junge Männer aus Syrien? Politikwissenschafter Thomas Schmidinger:

  • "Weil man legal nicht in die EU einreisen kann und deshalb eine sehr gefährliche und mühsame Schlepperroute nehmen muss, die viele nicht überleben. Deshalb machen sich oft junge Männer auf den Weg und hoffen dann ihre Frauen und Kinder später über Familienzusammenführung (erlaubt sind NUR die Kinder und der Ehepartner) nachbringen zu können. Außerdem reicht das Geld meist nur für eine Person, um einen Schlepper zu bezahlen."
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  • Frauen sind zusätzlich von sexueller Gewalt bedroht.

EU-Flüchtlingsquote?

Während im Netz geshared und heiß diskutiert wird, ringen die Politiker um eine fix geregelte Flüchtlingsquote für die EU-Länder. Österreich versuchte ja zuletzt mit dem Asylstopp den Druck auf die anderen zu erhöhen.

Paul Schmidt von der Gesellschaft für Europapolitik:
"Innenministerin Mikl-Leitner versucht damit den Druck auf andere Staaten zu erhöhen, nur wird das die anderen Staaten wenig beeindrucken. Wichtig ist, dass hier eine Front geschaffen wird, dass endlich alle das als europäisches Problem erkennen und nicht in ihren nationalstaatlichen Schrebergärten die Grenzen hochziehen."

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