Auffrischung unnötig?

Wie viele Booster müssen sein?

(28.08.2025) Tetanus, Diphtherie – Krankheiten, die früher oft tödlich endeten, heute aber fast verschwunden sind. Möglich machte das die Impfung. Doch müssen Erwachsene wirklich alle zehn Jahre zum Arzt, um ihre Spritze aufzufrischen? Eine neue Studie aus den USA sorgt nun für Diskussionen. Wie die BILD berichtet, werteten Forscher Daten zur Immunität, Krankheitsverbreitung und zur Wirkung von Auffrischungen aus. Das Ergebnis: Wer im Kindesalter vollständig geimpft ist, bleibt meist lebenslang geschützt. Regelmäßige Booster seien für die breite Masse nicht nötig.

Wie die BILD schreibt, sind die Krankheiten heute extrem selten: In den USA liegt die Tetanus-Inzidenz bei weniger als einem Fall pro zehn Millionen Menschen im Jahr. Auch in Deutschland wird Tetanus nur noch unter 15 Mal jährlich gemeldet. 2024 waren es 18 Fälle von Diphtherie. Ein Blick nach Europa zeigt Unterschiede: In Großbritannien gibt es gar keine routinemäßigen Auffrischungen für Erwachsene, in Frankreich nur alle 20 Jahre. Die Zahlen sind dennoch ähnlich niedrig.

WHO-Empfehlung bestätigt

Die Forscher kommen laut BILD zu einem klaren Fazit: Ob Erwachsene regelmäßig auffrischen oder nicht – bei den Krankheitsfällen macht das keinen Unterschied. Antikörper sind oft Jahrzehnte nach der letzten Impfung noch nachweisbar. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits 2017 ihre Empfehlung angepasst: Eine vollständige Grundimmunisierung im Kindesalter reicht. Nur bei besonderen Risiken sind weitere Impfungen notwendig. Die Grundimmunisierung wird aber als essenziell angesehen.

Ganz verzichten sollte aber nicht jeder. Laut BILD rät die WHO zu Impfungen bei:

▶︎ Menschen ohne vollständigen Impfstatus
▶︎ Reisenden in Länder mit erhöhtem Diphtherie-Risiko
▶︎ Personen mit offenen, verschmutzten Wunden (Gefahr von Tetanus)
▶︎ Schwangeren – zum Schutz der Neugeborenen vor Keuchhusten

Virologe Stürmer

Virologe Dr. Martin Stürmer erklärt im Gespräch mit BILD:
„Wie die Studien-Autoren erwähnen, entspricht die Auswertung den Empfehlungen der WHO. Deshalb würde das nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland einiges ändern. Es müsste deutlich weniger geimpft werden – das spart Kosten, vereinfacht Abläufe und reduziert das ohnehin geringe Risiko von Nebenwirkungen.“

Fazit: Milliarden Impf-Auffrischungen weltweit könnten laut neuer Daten unnötig sein. Doch für bestimmte Gruppen bleiben sie wichtig – das zeigt: Weniger ist manchmal mehr.

(fd)

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