Baltimore: Vandale wird von Mutter erwischt

Auch diese Nacht sind in Baltimore wieder hunderte Menschen auf die Straßen gegangen. Zu heftigen Ausschreitungen ist es aber nicht mehr gekommen.

Mutter des Jahres

Jetzt hat sich auch Toya Graham zu Wort gemeldet. Jene Mutter, die ihren 16-jährigen Sohn beim Randalieren erwischt und regelrecht nachhause geprügelt hat. Das Video von der Aktion ist der Renner im Netz, Toya wird mittlerweile weltweit als 'Mutter des Jahres' gefeiert. Im CBS-Interview erklärt sie aber, dass sie eigentlich Todesangst hatte:
"Als ich meinen Sohn mit einem Stein in der Hand gesehen habe, bin ich einfach durchgedreht. Ich dachte mir nur, dass ich ihn so schnell wie möglich hier rausholen muss. Ich wollte ihn nur in Sicherheit bringen, denn die Situation war wirklich extrem gefährlich."

29. April:

In Baltimore geht’s weiter rund, die Ausgangssperre heute Nacht hat kaum etwas bewirkt, hunderte Demonstranten liefern sich weiter einen Kleinkrieg mit der Polizei. Der gewaltsame Tod eines Schwarzen hat in den USA wieder schwere Unruhen ausgelöst. 144 Autos sowie mehrere Gebäude wurden gestern abgefackelt, Polizisten mit Steinen und Flaschen beworfen.

Von der Mama beim Randalieren erwischt

Schlimmer als eine Verhaftung und ziemlich peinlich endet die Randale gestern für einen jungen Burschen: Er wird in flagranti von seiner Mama dabei erwischt, wie er schwarz vermummt Steine auf die Polizei wirft. Es setzt ein Donnerwetter, die Mutter gibt ihrem Sohn mehrere Ohrfeigen und jagt ihn keifend nach Hause:

Polizei soll Schwarzen zu Tode gefoltert haben

Wieder stirbt in den USA ein junger schwarzer Mann, nachdem er von der Polizei verhaftet worden ist. Die Beamten sollen ihn getasert und brutal fixiert haben, dabei dürften ihm Genick und Rückgrat gebrochen worden sein. Eine Woche später stirbt der 25-Jährige im Krankenhaus.

Wilde Proteste - Baltimore brennt
Nach der Trauerfeier am Montag geht die Großstadt Baltimore in Flammen auf. Wieder werden die USA von heftigen Krawallen erschüttert. Und wieder werde das eigentliche Problem, das Unrecht in der amerikanischen Rassen- und Klassengesellschaft, verdrängt von diesen dramatischen Straßenszenen, heißt es von Kritikern.

Ein Demonstrant sagt:
"Was man hier sieht, ist ein Ausdruck dessen, was die Leute innerlich fühlen. Schon seit 20 Jahren sehe ich diese Ungerechtigkeiten, die immer schlimmer und schlimmer werden. Und ich habe mit den Behörden gesprochen, habe sie mehrmals gewarnt."

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