Baby an Hund verfüttert?

Mutter ist in Haft!

(09.06.2026) Ein mutmaßliches Verbrechen von unfassbarer Grausamkeit sorgt derzeit in Tschechien für Entsetzen. In der Kleinstadt Kynšperk nad Ohří (deutsch: Königsberg an der Eger) im Karlsbader Bezirk, nur rund 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, ermitteln Behörden gegen eine 35-jährige Frau wegen des Verdachts auf Mord an ihrem neugeborenen Kind.

Auslöser der Ermittlungen war ein schockierender Fund: Die Schwiegermutter der Verdächtigen soll im Garten eines Einfamilienhauses einen blutverschmierten Arm und eine Hand eines Säuglings entdeckt haben. Die Körperteile befanden sich laut Medienberichten in einer Plastiktüte.

Großfahndung mit Hunden, Feuerwehr und Beamten

Nach dem Fund rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Kriminalpolizei, Feuerwehr, Diensthundeführer und weitere Ermittler durchkämmten tagelang das gesamte Wohngebiet. Mülltonnen wurden durchsucht, Grünflächen abgesucht und sogar Bereiche entlang der Ohře (Eger) kontrolliert. Ziel war es, weitere Überreste des Kindes oder wichtige Spuren zu finden.

Trotz des massiven Einsatzes blieb die Suche weitgehend erfolglos. Weitere Körperteile des Babys konnten bislang nicht gefunden werden.

Ermittler prüfen schrecklichen Verdacht

Besonders erschütternd ist ein Verdacht, über den mehrere tschechische Medien berichten. Demnach könnte die Beschuldigte die sterblichen Überreste ihres Neugeborenen an Hunde verfüttert haben. Offiziell bestätigt wurde diese Theorie bislang nicht. Sie gilt jedoch als möglicher Erklärungsansatz dafür, warum trotz intensiver Suchmaßnahmen kaum weitere Spuren gefunden wurden.

Die Frau wurde festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Polizei wird gegen sie wegen eines besonders schweren Morddelikts ermittelt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr in Tschechien bis zu 20 Jahre Haft oder sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Nachbarn bemerkten plötzlich verschwundenen Babybauch

In der rund 5.000 Einwohner zählenden Gemeinde fragen sich viele Menschen, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Nachbarn berichten, die Frau sei noch vor kurzer Zeit sichtbar hochschwanger gewesen. Plötzlich sei der Babybauch verschwunden gewesen, ohne dass jemals ein Kind gesehen wurde.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Frau ihr Kind heimlich zur Welt gebracht haben könnte. Anschließend soll das Neugeborene getötet worden sein. Die genauen Umstände sowie ein mögliches Motiv sind bislang völlig unklar.

Kleinstadt steht unter Schock

Der Fall hat die Bewohner von Kynšperk nad Ohří tief erschüttert. Viele Einwohner beschreiben die Familie als unauffällig. Vor dem Haus, in dessen Umfeld die Überreste entdeckt wurden, legten Anwohner Blumen und Kerzen nieder. Die Anteilnahme in der Region ist groß.

Gleichzeitig mahnen Bewohner zur Zurückhaltung. Mehrere Anwohner betonten gegenüber tschechischen Medien, dass die Eltern des Lebensgefährten der Verdächtigen nach aktuellem Stand nicht mit dem Verbrechen in Verbindung gebracht werden.

Ermittlungen laufen weiter

Die Polizei hält sich weiterhin mit Details zurück. Forensiker arbeiten daran, die genaue Todesursache sowie den zeitlichen Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Auch DNA-Untersuchungen und weitere Spurenauswertungen laufen auf Hochtouren.

Bislang gilt die 35-Jährige als dringend tatverdächtig. Die Ermittlungen in dem Fall, der mittlerweile weit über die Grenzen Tschechiens hinaus für Entsetzen sorgt, dauern an.

(fd)

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