Baby ohne Gesicht geboren

keine Augen, keine Nase!

(24.10.2019) Kann ein Frauenarzt wirklich solche Fehlbildungen übersehen? Riesen-Skandal in Portugal: Ein Kind ist jetzt quasi ohne Gesicht zur Welt gekommen. Dem kleinen Rodrigo fehlen Augen, Nase und Teile des Schädels. Die Fehlbildungen sind erst nach der Geburt entdeckt worden. Die Eltern haben den Frauenarzt angezeigt, dieser ist sich aber keiner Schuld bewusst. Er behauptet, dass es völlig normal sei, dass Teile des Gesichts beim Ultraschall nicht zu sehen seien.

Das darf keine Ausrede sein, sagt Leonhard Loimer von der Kinderwunschklinik Wels: "Wenn sich das Kind die ganze Zeit wegdreht, dann kann es schon einmal sein, dass man kein klares Bild vom Gesicht des Kindes haben kann. Dafür ist dann aber der Organultraschall in der 22. Schwangerschaftswoche ein wichtiges Instrument. Ich schicke meine Patientinnen immer zu einem Organultraschall, wo ich einen Spezialisten zuziehe, der einen 3D-Ultraschall macht. Dieser kann sich die Organe und das Gesicht genau ansehen. So kann auch nichts übersehen werden.“

Jetzt wird ermittelt!

Lokale Medien berichten, dass der Arzt wegen Fahrlässigkeit für ein halbes Jahr von seiner Tätigkeit suspendiert worden ist. Jetzt laufen die Untersuchungen. Der Frauenarzt hat die Mutter während ihrer ganzen Schwangerschaft betreut. Während der drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen hat er nichts Außergewöhnliches entdeckt und keine Probleme festgestellt. Erst im sechsten Schwangerschaftsmonat haben sich die Eltern eine umfassendere Ultraschalluntersuchung gewünscht.

Dabei hat der Arzt zwar eine mögliche Anomalie festgestellt, sich aber nichts dabei gedacht. Er hat gesagt, dass manche Teile des Gesichts nicht zu sehen gewesen sind, aber dennoch Entwarnung gegeben. Der Frauenarzt hat gemeint, dass das ganz normal sei. Manchmal würde man das Gesicht eben nicht sehen können, wenn es gegen den Bauch der Mutter gedrückt ist.

Jetzt geht es dem Gynäkologen aber an den Kragen, denn es ist nicht das erste Mal, dass sich der Ärzteverband mit ihm befassen muss. Seit 2013 sind schon sechs Beschwerden eingereicht worden.

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