Ballistische Raketen auf Kiew
Angriffe auf weitere Städte
(22.10.2025) Das russische Militär hat Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. Ukrainischen Angaben zufolge wurden zwei Menschen getötet. Ziel der Attacken seien Energieanlagen gewesen, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Zunächst habe Russland ballistische Raketen und dann Drohnen eingesetzt. Herabstürzende Trümmerteile hätten in mehreren Stadtteilen Brände ausgelöst.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, im Stadtteil Dniprowskyj seien zehn Menschen aus einem brennenden Hochhaus gerettet worden. Dort sei auch eine Leiche gefunden worden. Die massiven Angriffe dauerten am Mittwoch in der Früh noch an. Eine russische Stellungnahme lagt zunächst nicht vor.
Auch Angriffe auf Saporischschja und Kamjanske
In der südostukrainischen Großstadt Saporischschja hat es Behördenangaben nach zudem neun Einschläge von russischen Kampfdrohnen gegeben. Mehrere Wohnhäuser seien in Brand geraten, teilte der Gouverneur des Gebiets Iwan Fedorow bei Telegram mit. Mehrere russische Raketen und Drohnen sind der ukrainischen Luftwaffe zufolge auch auf die Industriestadt Kamjanske abgefeuert worden. Berichte über mögliche Schäden und Opfer gab es vorerst nicht.
Stromausfälle in Ismajil
Zuvor hatten mehrere russische Kampfdrohnen auch die südukrainische Hafenstadt Ismajil an der rumänischen Grenze angegriffen. Der ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtete von Explosionen und Stromausfällen in der Stadt an der Donau. Offizielle Bestätigungen standen dafür aus.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. Im Herbst hat das russische Militär Angriffe auf ukrainische Energieanlagen intensiviert. In mehreren Gebieten des osteuropäischen Landes kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Der Start der Heizsaison für die Fernheizungssysteme wurde bereits aufgeschoben. In vielen Regionen fallen die Temperaturen dabei in der Nacht bereits in den unteren einstelligen Bereich.
(apa/mc)