Baugerüst eingestürzt!
Wien: 4 tote Bauarbeiter!
(17.03.2026) (update 16:45; 18:20) Tragödie auf einer Baustelle in Wien: Bei einem Gerüst-Einsturz im 9. Bezirk sind vier Menschen ums Leben gekommen, ein weiterer Arbeiter wurde schwer verletzt. Erst Stunden nach dem Unfall wurde das ganze Ausmaß bestätigt.
Gerüst stürzt bei Bauarbeiten ein
Das Unglück ereignete sich am Dienstagnachmittag gegen 14.30 Uhr in der Porzellangasse. Bei Betonierarbeiten im Zuge eines Dachgeschossausbaus stürzten plötzlich Gerüstteile und eine Schalung ein. Laut Feuerwehr brach die gesamte Konstruktion zusammen. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich fünf Arbeiter auf der Konstruktion.
Vier Tote – Ausmaß erst später klar
Zunächst war unklar, wie viele Personen betroffen sind. Erst gegen 18.00 Uhr bestätigten die Einsatzkräfte, dass bei dem Unfall vier Menschen ums Leben gekommen sind.
Zuvor hatte es bereits Hinweise gegeben, dass weitere Arbeiter verschüttet worden sein könnten. Diese Befürchtungen bestätigten sich später.
Ein Arbeiter lebensgefährlich verletzt
Ein 45-jähriger Arbeiter überlebte den Einsturz schwer verletzt. Laut Wiener Berufsrettung erlitt er:
- schwere Kopfverletzungen
- Verletzungen an der Wirbelsäule
- Brüche an den Armen
Er wurde in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht.
Schwierige Rettung unter Trümmern
Die Rettungsarbeiten gestalteten sich besonders schwierig. Teile der Baustelle waren instabil, zudem mussten Trümmer teilweise mit bloßen Händen entfernt werden.
Der verletzte Arbeiter lag mehrere Minuten im Gefahrenbereich, bevor er geborgen werden konnte. Auch andere Bauarbeiter halfen bei der Rettung.
Großeinsatz in Wien-Alsergrund
Feuerwehr, Rettung und Polizei standen im Großeinsatz. Die Baustelle wurde großräumig abgesperrt, auch der Katastrophenhilfsdienst Wien war im Einsatz. Polizeifahrzeuge riegelten den Bereich ab, unter anderem, um den Abtransport der Verstorbenen zu ermöglichen.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Ursache für den Einsturz ist derzeit noch unklar. Polizei und Arbeitsinspektorat haben Ermittlungen aufgenommen. Zeugen – darunter auch der Kranfahrer – werden befragt. Der schwer verletzte Arbeiter soll ebenfalls einvernommen werden, sobald sein Zustand dies zulässt.
(fd/apa)