Bergtour trotz Gewitter: Warum?

Unbelehrbare ärgern Bergrettung

Der Leichtsinn vieler Wanderer und Kletterer kostet unserer Bergrettung derzeit die letzten Nerven. Trotz Unwetterwarnungen brechen immer wieder einige Unbelehrbare zu Bergtouren auf. Erst am Wochenende sind ein Vater und seine 9-jährige Tochter am Hochkönig in ein heftiges Gewitter geraten und mussten gerettet werden. Und auch im steirischen Bezirk Liezen hat es zuletzt mehrere Einsätze wegen leichtsinniger Bergsteiger gegeben.

Bitte nimm die Warnungen ernst, denn ein Gewitter in den Bergen ist richtig heftig, warnt Michael Miggitsch von der steirischen Bergrettung:
"Die größte Gefahr ist natürlich der Blitzschlag. Hier hat es schon viele Schwerverletzte und auch Tote gegeben. Auch der Hagel darf nicht unterschätzt werden. Man ist hier oft im freien Gelände unterwegs und hat keinerlei Schutz."

Auch Thomas Knöpfler von der Bergrettung Mühlbach am Hochkönig warnt vor den Gefahren:
"Es können hier unglaubliche Wassermassen den Berg herunterschießen. Auch der Steinschlag ist in den Bergen natürlich ein Thema. Man muss die Unwetterwarnungen einfach ernst nehmen."

Die leichtsinnigen Wanderer bringen letztlich auch die Bergretter in Gefahr. Und es kann nicht immer sofort geholfen werden, warnt Miggitsch:
"Wir müssen die Situation immer erst beurteilen. Und wenn die Gefahr zu groß ist, dass auch unsere Kräfte verletzt werden könnten, dann werden wir einfach abwarten müssen."

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