Bluttat in Brigittenau

"Bierwirt" unter Verdacht

(30.04.2021) Im Zusammenhang mit der Tötung einer 35-Jährigen in Wien-Brigittenau am Donnerstagabend sind weitere Einzelheiten bekannt geworden. Die Frau wurde vermutlich von ihrem Ex-Lebensgefährten durch einen Kopfschuss getötet. Beim festgenommenen Verdächtigen soll es sich um den "Bierwirt" handeln, der es zu einiger unrühmlicher Berühmtheit brachte, indem er einen Rechtsstreit mit der Grünen Klubobfrau Sigrid Maurer anzettelte. Ein Nachbar wurde Zeuge der Bluttat.

Wie die APA aus gesicherter Quelle erfuhr, war der Nachbar der 35-Jährigen bei der Frau auf Besuch, als der Verdächtige am Donnerstagabend deren Wohnung betrat. Der 42-Jährige soll in Gegenwart dieses Mannes auf die 35-Jährige geschossen haben. Die Getötete ist zweifache Mutter. Ihre 13 Jahre alte Tochter wäre um ein Haar ebenfalls Zeugin der Bluttat geworden. Sie hatte wenige Minuten, bevor der bewaffnete Täter kam, die Wohnung verlassen. Mehrere Medien berichteten darüber, dass es sich bei dem Verdächtigen um den "Bierwirt" handelt soll, eine Bestätigung vonseiten der Polizei gab es aus Datenschutzgründen nicht. Auch die Staatsanwaltschaft Wien gab sich auf APA-Anfrage zur Identität des Schützen noch schweigsam, zumal dieser noch nicht einvernommen worden sei. Der APA liegen allerdings Informationen vor, dass es sich bei ihm um den Tatverdächtigen handelt.

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Die Bluttat ereignete sich im Winarskyhof, einem Gemeindebau in der Winarskystraße im 20. Wiener Gemeindebezirk. Eine Hausbewohnerin hörte Schüsse und verständigte die Polizei. Der erste Notruf erreichte die Einsatzkräfte kurz vor 20.00 Uhr, eine erste Zeugin hatte ein Bedrohungsszenario mitbekommen und war aus dem Haus geflüchtet. Ein, zwei Minuten später kam der nächste Notruf, dass geschossen wurde, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich.

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Als die Einsatzkräfte eintrafen, lag die 35-Jährige regungslos am Boden. Die Frau erlitt Schussverletzungen an Kopf und Fuß. Sie wurde noch schwer verletzt ins Spital gebracht, wo sie verstarb. Beamte der Sondereinheit Wega nahmen den Tatverdächtigen im Innenhof fest. Der Mann hatte sich nach Informationen der APA zu diesem Zeitpunkt die Oberbekleidung ausgezogen und trank aus einer Wodkaflasche. Er soll demnach über drei Promille Alkohol im Blut gehabt und sich eine Alkoholvergiftung zugezogen haben.

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Der Mann wurde laut Polizei ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht, weil er im Zuge der Festnahme zusammenbrach. Sobald sich sein Gesundheitszustand verbessert hat, wird er befragt, sagte Dittrich. Die solle "zeitnah" passieren. Er befindet mittlerweile in der Obhut des Wiener Landeskriminalamtes. Beim Verdächtigen wurde die Tatwaffe gefunden, die sichergestellt wurde. Wem die Schusswaffe gehört, ist Gegenstand von Ermittlungen, sagte Dittrich. Der genaue Tathergang wird noch untersucht.

(APA/AK)

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