Mit Zug ins Lager? Ungarn schockt!

Verzweifelte Proteste

Menschen, die schreien, weinen und um Hilfe flehen. Hunderte syrische Flüchtlinge werden weiterhin am Bahnhof Bicske in Ungarn festgehalten. Sie sollten gestern mit Bussen in mehrere Auffanglager gebracht werden, verzweifelt wehren sie sich auch heute.
Hunderte verharren im Zug, sie weigern sich, auszusteigen und sind in einen Hungerstreik getreten. Freiwillige Helfer dürfen offenbar nicht in den Zug .

Mit dem Zug ins Lager

Die Zeit, wo Menschen mit Zügen in Lager gebracht worden sind, ist Gott sei Dank seit 70 Jahren vorbei. In Ungarn bekommt man derzeit allerdings einen bösen Flashback. Dort wurden Flüchtlinge in einen Zug gelockt, sie dachten er fährt nach Westen, tatsächlich ist dieser aber in ein Flüchtlingslager nach Bicske gefahren. Gestern hat es dramatische Szenen gegeben, die Flüchtlinge wurden gewaltvoll aus dem Zug geholt, viele werfen sich auf die Schienen, um ihren Abtransport zu verhindern.

"Lieber sterben als hier ins Camp"

Die Flüchtlinge haben Angst vor dem Lager. Die meisten sitzen immer noch im Zug, sie haben dort die Nacht verbracht. Die Bilder sind herzzerreißend: Babys schlafen in der Gepäckablage über den Sitzen.

Dublin III

Ungarn wird aber auch weiterhin keine Flüchtlinge in den Westen ausreisen lassen, heißt es gestern von Regierungschef Viktor Orban. Er beruft sich auf das heftig kritisierte Dublin-Abkommen der EU.

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