Bombendroher ausgeforscht
15-jähriger von Polizei überführt
(30.07.2025) Der Polizei ist es gelungen einen 15-jährigen Bombendroher auszuforschen. Der Steirer hat nach dem Amoklauf an einem Grazer Gymnasium im Juni diesen Jahres mehrere Bombendrohungen per E-Mail verschickt. Die betroffenen Schulen in Stainz sind mehrmals evakuiert worden.
Am Montag sind bei einer Hausdurchsuchung Datenträger sichergestellt worden. In einer ersten Einvernahme zeigt sich der verdächtige Weststeirer geständig, die Mails verschickt zu haben. Laut Polizei will er von einem anderen Jugendlichen dazu angestiftet worden sein.
Schulen in Stainz betroffen
In den Tagen nach dem Amoklauf an einer Grazer Schule mit zehn Todesopfern ist es zu einigen Bomben- und Anschlagsdrohungen im Bezirk Deutschlandsberg gekommen. Bei den Drohungen handelt es sich um Nachrichten an die Mittelschule Stainz. Der Landespolizeidirektion Steiermark zufolge haben die besagten Mails an vier verschiedenen Tagen im Juni zu Evakuierungen und Maßnahmen der Polizei geführt. In keinem der Fälle hat man konkrete Gefahren feststellen können. Darüber hinaus seien die Volksschule, Mittelschule und Polytechnische Schule in Stainz betroffen gewesen sowie in einem Fall auch das Schulzentrum in St. Stefan ob Stainz samt Volksschule, Mittelschule und einem Kindergarten. Der ordnungsgemäße Schulbetrieb habe an diesen Tagen nicht fortgesetzt werden können.
Möglicher Kostenersatz
Gemeinsam mit einem IT-Ermittler der Kriminalassistenzdienststelle (KAD) Deutschlandsberg hat die Polizeiinspektion Stainz den 15-Jährigen ausgeforscht. Als man ausreichend Beweise zusammengetragen hat, ordnet die Staatsanwaltschaft Graz eine Hausdurchsuchung an.
Zu der Behauptung, er sei angestiftet worden, gibt es noch weitere Ermittlungen. Gegen den beschuldigten 15-Jährigen ist Anzeige erstattet worden. Zudem wird ein möglicher Kostenersatz für den Aufwand der Polizeieinsätze geprüft.
(APA/FA)