Empörung über Jagd auf Bärenmutter!

Empörung über eine Bärenjagd in Norditalien. Im Trentino hat ja am Freitag die Braunbärin "Daniza" einen Schwammerlsucher ins Bein gebissen. Sie war im Wald mit ihren zwei Jungen unterwegs, als sie auf den Mann getroffen ist. Der 38-Jährige hatte sich hinter einem Baum versteckt und die Tiere beobachtet. Jetzt soll Daniza eingefangen oder, wenn das nicht gelingt, sogar erschossen werden. Für Experten ist diese Reaktion völlig überzogen.

Daniza wollte ihre Jungen einfach nur schützen, so Bernhard Gutleb vom WWF:
"Wenn die Bärin auf das Leben gegangen wäre, dann hätten wir nicht mehr zu berichten, dass der Mann verletzt ist. Der Mensch kann sich nämlich bei einem ernsthaften Bärenangriff nicht verteidigen. Das heißt: Sie wollte ihn gar nicht töten. Sie wollte nur ihre Jungen schützen. Würde man sie nun einfangen oder töten, wären auch die Jungen verloren."

Braunbären sind in Italien seit 1939 geschützt. In Südtirol sind die Tiere seit den 1930er Jahren ausgerottet. Seit 1999 versucht man die im nordwestlichen Trentino heimische Braunbärenpopulation als letzte innerhalb der Alpen zu erhalten.

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