Brittney Griner: 10 Jahre Haft

Rus: Wegen 0,5 Gramm Hasch

(04.08.2022) Ein russisches Gericht hat die US-Basketballspielerin Brittney Griner wegen Drogenschmuggels schuldig gesprochen. Sie habe die Tat bewusst begangen, erklärte das Gericht am heutigen Donnerstag. Das Strafmaß lag zunächst nicht vor. Die Staatsanwaltschaft hatte neuneinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung verlangte einen Freispruch. Sie geht davon aus, dass ein Gefangenentausch zwischen Russland und den USA dem Gerichtsurteil folgen könnte.

Griner war am 17. Februar auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden, nachdem Vape-Patronen mit Haschischöl in ihrem Gepäck entdeckt worden waren. Es soll sich um 0,5 Gramm gehandelt haben. Griner gab zu, Drogen mitgeführt zu haben, rechtfertigte sich aber mit den Worten, es habe sich um medizinisches Cannabis zur Schmerzstillung gehandelt. Marihuana ist in Russland verboten. Seitdem saß Griner in Untersuchungshaft. Die 31-Jährige spielt seit 2014 für die russische Mannschaft UMMC Ekaterinburg.

Politikum

Der Prozess hat längst auch eine politische Komponente: Washington wirft Moskau ein politisch motiviertes Verfahren vor. US-Präsident Joe Biden hatte Brittney Griners Frau Cherelle Griner in einem Telefonat Anfang Juli Hilfe zugesagt. Bei einem Telefonat zwischen US-Außenminister Antony Blinken und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow ging es auch um die Möglichkeit eines Gefangenenaustausches, mithilfe dessen die Athletin freikommen soll.

Seit 2015 spielte Griner beim Team UMMC Jekaterinburg im Ural. Mit dem Spitzenclub gewann sie viermal die Euroleague. Griner gilt als eine der besten Basketballerinnen in der amerikanischen Frauen-Profiliga WNBA. Mit den Phoenix Mercury gewann sie 2014 die Meisterschaft, mit der US-Nationalmannschaft holte sie außer zwei Olympiasiegen auch zweimal Gold bei Weltmeisterschaften. Viele Profispielerinnen wie Griner sind außer in ihren Heimatligen zudem im Ausland aktiv, unter anderem bisher auch in Russland.

(fd/apa)

Turteltauben in Frankreich

Jagdverbot verlängert

Alpinunfall in Tirol

Mann von Felsblöcken verschüttet

Pornos mit Spenden gekauft

Priester veruntreut 150.000€

AKW Saporischschja

Ukraine: Hinweise auf Abschalten

BP-Wahl: Marco Pogo FIX

6.000 Unterschriften gesammelt

Gewaltverbrechen in Bayern

Totgeglaubte nun in U-Haft

Vorarlberg: Wanderunfall

72-Jähriger tödlich verunglückt

Waldbrände in Algerien

Alle Brände unter Kontrolle