Bub (14) stirbt auf der Piste!
Drama am Feuerkogel
(26.01.2026) Ein tragischer Skiunfall hat sich am Montagvormittag am Feuerkogel bei Ebensee (Bezirk Gmunden) ereignet. Ein 14-jähriger Skifahrer aus Tschechien kam von der Piste ab, stürzte in ungesichertes Gelände und erlitt dabei tödliche Verletzungen.
Der Jugendliche war Teil einer rund 20-köpfigen Urlaubergruppe aus Tschechien, in der sich auch sein Vater befand. Gegen 10 Uhr fuhr der 14-Jährige als letzter der Gruppe die Gruber-Familienabfahrt hinunter. In einem eigentlich flacheren Abschnitt kam er rechts von der präparierten Piste ab.
Der Bub stürzte daraufhin rund sieben Meter über Geröll, Bäume und felsiges Gelände ab. Neben der Piste lag aktuell kein Schnee, der den Sturz hätte abfedern können. „Das Problem ist, dass neben den Pisten derzeit kein Schnee liegt, der einen derartigen Unfall abschwächen würde“, erklärte Bernhard Magritzer, Leiter der Alpinpolizei Gmunden, gegenüber der „Krone“.
Trotz Helm keine Rettung mehr möglich
Wie die Polizei berichtet, prallte der Jugendliche im freien Gelände gegen einen Felsen und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Der Bub trug zum Zeitpunkt des Unfalls einen Helm, dennoch waren die Verletzungen zu schwer.
Ein zufällig vorbeikommender Mitarbeiter der Seilbahn leistete sofort Erste Hilfe und setzte einen Notruf ab. Weitere Helfer versuchten rund eine Stunde lang, den 14-Jährigen am Pistenrand zu reanimieren – jedoch ohne Erfolg. Der Jugendliche verstarb noch an der Unfallstelle.
Fremdverschulden ausgeschlossen
Die Polizei schließt Fremdverschulden aus. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, Hinweise auf ein Fehlverhalten Dritter gibt es jedoch nicht.
Vater informiert Mutter persönlich
Besonders tragisch: Der Vater des verunglückten Buben setzte sich unmittelbar nach dem Unfall ins Auto, um die in Tschechien gebliebene Mutter persönlich über den Tod ihres Sohnes zu informieren.
Der Unfall sorgt in Oberösterreich erneut für Diskussionen über die Gefahren neben präparierten Pisten, insbesondere in schneearmen Wintern. Experten warnen eindringlich davor, auch nur wenige Meter vom gesicherten Bereich abzukommen.
(fd/apa)