Bürgermeisterin von Chicago:

"F*** U Donald Trump"

(02.06.2020) Die Lage in den USA spitzt sich immer mehr zu. Seit Tagen gibt es landesweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Auslöser für die Welle an Demonstrationen war, dass ein Afroamerikaner während einer Demo von einem weißen Polizisten erstickt wurde. Der Beamte war minutenlang auf dem Hals von George Floyd gekniet bis dieser bewusstlos wurde und anschließend im Krankenhaus verstarb. US-Präsident Donald bezeichnet die aktuelle Lage als „Akte von inländischem Terror“ und kündigt an, Soldaten in die betroffenen Städte zu entsenden.

Trumps Reaktion sorgt für Entsetzen bei vielen US-Politikern allen voran Chicagos Bürgermeisterin Lori Lightfoot. Sie wirft Trump vor, mit seinen Aussagen ethnische Spannungen zu provozieren und damit nur seine Wählerschaft mobilisieren zu wollen.

F*** U Donald Trump

Die Aussagen des Präsidenten seien „gefährlich“. Lightfoot macht ihrem Ärger deutlich Luft: „Er will das Versagen der demokratischen Lokalpolitiker aufzeigen. Sein Ziel ist es, zu polarisieren, die lokale Regierung zu destabilisieren und rassistische Triebe zu entfachen. Und wir können ihn absolut nicht siegen lassen. Und ich werde kodieren, was ich sagen will, und es beginnt mit ,F‘ und endet mit ,U‘.“

Zwei Tote bei Demonstration in der Nähe von Chicago

Die Situation rund um die Proteste spitzt sich in der Metropole währenddessen weiter zu. Laut Medienberichten sind bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt zwei Menschen in Cicero, einem Vorort von Chicago, ums Leben gekommen. 60 Demonstranten wurden festgenommen. In Chicago kam es außerdem zu mehreren Plünderungen, unter anderem war ein Spirituosengeschäft betroffen.

(ak)

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