Gerangel um ESC 2015 beginnt

Die Sensation ist perfekt. Conchita Wurst hat geschafft, was bisher nur einem Österreicher gelungen ist – sie holt 48 Jahre nach Udo Jürgens den erst zweiten rot-weiß-roten Sieg beim Eurovision Song Contest.

Seit ihrem Auftritt im Halbfinale am Donnerstag hat Conchita die Herzen der Europäer im Sturm erobert und ganz klar vor den beiden Songs aus den Niederlanden und Schweden gewonnen. Insgesamt 13 mal gibt es die 12 Punkte für Conchita. Es ist außerdem der Beitrag mit der vierthöchsten Punktezahl in der Song Contest-Geschichte. Hier findest du die genaue Wertung.

Hurra, der Songcontest kommt - aber wohin?

Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt! Aus zahlreichen Städten des Landes melden sich inzwischen Stimmen zu Wort, die den ESC 2015 eben in ihrer Region austragen wollen. Der Songcontest ist zwar sehr teuer, etwa 25 Millionen Euro müssen kalkuliert werden, bringt aber auch viel - etwa Werbung für den Tourismus.

In welcher Stadt soll der Songcontest 2015 stattfinden? Sag's uns, in unserer kronehit.at News-Update Gruppe auf Facebook!

Die meisten Stimmen machen sich für die Wiener Stadthalle als Austragungsort stark. Eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen gefällt werden. Die Bundeshauptstadt ist derzeit jedoch klarer Favorit.

Wiens Tourismus-Direktor Norbert Kettner:
“Man muss an die Kapazitäten denken. Wo gibt es eine entsprechende Halle? Wo gibt es genügend Hotels? Wie sieht es mit Verkehrsverbindungen aus? Ich glaube da hat Wien wirklich die besten Voraussetzungen. Aber es ist natürlich ein gesamtösterreichischer Sieg und letztlich auch eine gesamtösterreichische Entscheidung.“

Update Montag, 6:00 Uhr

Neue Verbalattacke gegen Conchita: „Das ist das Ende Europas!“, sagt der russische Nationalist Wladimir Schirinowski zum Songcontest-Sieg der bärtigen Lady aus Österreich.

Conchita geht damit freilich gelassen um. Sie hat ja mit ihrem Sieg am Samstag Europa ein Stück offener gemacht! Sogar Stars wie Lady Gaga und Russel Brand haben ihr via Twitter gratuliert.

Die Botschaft für mehr Toleranz ist also ganz klar angekommen. Österreich steht jetzt in einem anderen Licht da. Christian Högl von der Homosexuelleninitiative HOSI:

„Man darf nicht vergessen, dass Österreich in internationalen Zusammenhängen nicht immer positiv aufgefallen ist. Daher ist Conchitas Sieg für Österreich sehr wichtig. Er zeigt auch, dass sich Österreich in den letzten 15 Jahren verändert hat.“

Mit der Gewinnertrophäe in der Hand gibt sich Conchita nach der Punktevergabe kämpferisch:

"Diese Nacht ist allen gewidmet, die an eine Zukunft in Frieden und Freiheit glauben. Wir stehen zu dem, was wir sind. Wir sind eins. Und wir sind nicht zu stoppen."

Glückwünsche zum Sieg von Conchita Wurst kommen aus der ganzen Welt. Darunter sind auch einige Kritiker!
Nach dem Alf Poier, selbst ehemaliger Songcontest-Teilnehmer, gestern bereits gratuliert hat, entschuldigt er sich heute offiziell bei Conchita. Poier hat Frau Wurst ja im Vorfeld des Songcontests als 'künstlich hochgezüchtetes Monster' bezeichnet und für Wirbel gesorgt. In seiner Entschuldigung schreibt er:
"Ich bin von vielen kritisiert worden, nur nicht von dir selber. Dasnenne ich wahre Toleranz. Du bist viel mehr als nur ein künstlich hochstilisiertes Toleranzpüppchen. In diesem Sinne bin ich gerne bereit, mich bei dir für die meinerseits weider einmal übertriebene Wortwahl zu entschuldigen. Sorry - and good luck."

Und auch FPÖ-Chef Heinz Christian Strache hat Conchita nach ihrem Sieg gratuliert. Zuvor hatte er sich noch gegen eine Teilnahme von ihr ausgesprochen. Nach ihrem Sieg hat die Sache anders ausgesehen. Mit durchaus widerwilligem Ton hat Strache der Wurst auf Facebook gratuliert.

Und zwar zunächst sehr zweideutig, so Politikberater Thomas Hofer:
Indem er quasi gesagt hat: 'Ich stehe nicht an, zu gratulieren.' Was nichts anderes heißt als eigentlich will ich nicht, in Richtung des eigenen Publikums, aber ich muss halt. Und das hat er dann auf ein ganz normales Ich gratuliere ausgebessert, was natürlich die viel geradere Geschichte ist.

Riesen Freude herrscht auch In ihrer steirischen Heimatgemeinde Bad Mitterndorf! Dort ist das absolute Wurst-Fieber ausgebrochen. Dort sind sogar T-Shirts mit dem Schriftzug ‚Bart‘ Mitterndorf bedruckt worden – als Anspielung auf das haarige Markenzeichen der 25-Jährigen. Für die Menschen, die Conchita von klein auf kennen, bleibt sie allerdings Tom Neuwirth.

Bürgermeister Karl Kaniak im KRONEHIT-Interview:
‚Ich kann ihm nur herzlichst gratulieren. Der ganze Ort ist stolz auf ihn. Wir freuen uns mit seinen Eltern. Es ist wirklich eine wunderbare Geschichte, die hier geschrieben wurde im wunderschönen ‚Bart‘ Mitterndorf. Seine künstlerische Laufbahn ändert aber nichts daran, wie wir ihn kennen. Für mich ist das der Tom Neuwirth, eine lebende Kunstfigur.‘

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