Corona: Mehr Kinderarbeit

5-Jährige im Steinbruch

(12.06.2020) Die Corona-Krise könnte mehr Kinder denn je zum Arbeiten zwingen. Darauf machen Hilfsorganisationen am heutigen Internationalen Tag gegen Kinderarbeit aufmerksam. Schon vor der Corona-Krise hat es weltweit 153 Millionen Kinderarbeiter gegeben, das ist fast jedes zehnte Kind. Jetzt haben durch die Krise noch mehr Mütter und Väter ihren Job verloren.

Sebastian Corti von World Vision:
„Es gibt in diesen Ländern keine Mindestsicherung, es gibt keine Arbeitslosenunterstützung. Es geht hier wirklich ums Überleben. Und viele Familien sehen keine andere Möglichkeit, als die Kinder zum Arbeiten zu zwingen.“

Laut Schätzungen gehen rund 73 Millionen Kinder besonders harter Arbeit nach. 5- bis 14-jährige Buben und Mädchen arbeiten in Steinbrüchen oder auf Müllhalden. Auch SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr warnt vor einer Verschärfung der Situation:
„Die Schulen waren oft der einzige Ort, an dem Kinder eine warme Mahlzeit am Tag bekommen haben. Das fällt weg, die Familien müssen jetzt also noch mehr Essen auf den Tisch bringen und das schaffen sie finanziell nicht.“

(mc)

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