Corona-Pandemie

als teil unseres lebens

(19.02.2021) Knapp ein Jahr nach den ersten bestätigten Covid-19-Fällen in Österreich zogen am Freitag Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Experten eine Bilanz. Als "Jahr, das wir nie vergessen werden" bezeichnete Anschober das vergangene. Für die nächsten Wochen bis Ostern erwarte er noch eine "wirkliche Risikophase" mit "leicht steigenden Zahlen". Laut dem Simulationsforscher Niki Popper haben bereits rund 15 Prozent der Österreicher eine Infektion überstanden.

Aktuell üben laut Anschober nicht zuletzt die Virus-Varianten "stärkeren Druck auf Tagesinfektionszahlen" aus, sagte er bei der Pressekonferenz. "Fakt ist, dass wir bei den Neuinfektionen einen Anstieg erleben", betonte auch Simulationsforscher Popper von der Technischen Universität Wien. Die schlechte Nachricht sei, dass die effektive Reproduktionszahl größer als eins ist. Das heißt, dass ein Infizierter mehr als eine weitere Person ansteckt. Leicht rückläufig wiederum ist weiterhin die Zahl der belegten Spitalsbetten.

Mit einer "sehr präzisen Bewertung" der Covid-19-Situation soll der künftige Umgang mit dem Virus definiert werden, meinte der Gesundheitsminister. Der 1. März sei "der Tag, an dem entschieden wird", so Anschober. Weitere Öffnungsschritte vor diesem neuralgischen Datum halte er daher für unrealistisch. Vor allem die größere Anzahl an geimpften Personen - diese Woche werde die Zahl von 500.000 Impfungen erreicht - "ist spielentscheidend", betonte Anschober. Die Situation sollte sich um Ostern demnach vor allem bei den Risikogruppen entspannen.

"Corona ist leider Teil unseres Lebens geworden und wird Teil unseres Lebens bleiben, wir werden mit dem Virus und den ständigen Veränderungen leben müssen", sagt Günter Weiss, Direktor des Departments Innere Medizin, Medizinische Universität Innsbruck. Er betonte, dass der Balanceakt zwischen notwendigen Maßnahmen und dem Wiedererlangen oder der Rückkehr zu einer Normalität anhalten wird.

In der Rückschau gebe es aber auch viele Lichtblicke, so die Experten. Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der Medizinischen Universität Wien lobte die "unglaubliche Geschwindigkeit des Wissenstransfers" im vergangenen Jahr. Sofort sei die Sequenz des Virus veröffentlicht und unglaublich schnell Testmöglichkeiten entwickelt worden, all das sei einhergegangen mit zahlreichen Studien.

Mit der Covid-19-Erkrankung direkt zu kämpfen hatte die Leiterin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera. Das unerwünschte Mitbringsel von einer Dienstreise erwies sich schon im "relativ milden Verlauf" als Herausforderung - die oft unterschätzten Langzeitfolgen inklusive. Die Forschung arbeite zum Glück an Lösungen. Wie Impfungen die Situation verbessern können, zeige das "Vorbild Israel", so Spera, die einen Appell zur möglichst baldigen Öffnung der Kulturbetriebe lancierte.

(APA/FD)

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