Corona: Spielsuchtgefahr!

Psychologen schlagen Alarm

(06.04.2020) Die Corona-Maßnahmen sorgen für enorm hohes Suchtrisiko. Davor warnen jetzt Österreichs Suchtexperten und Psychologen. Auf Grund der Ausgangsbeschränkungen sitzen wir ja alle derzeit fast rund um die Uhr daheim. Bei vielen laufen in diesen Wochen daher das Smartphone, die PlayStation und der Gaming-PC richtig heiß. Vor allem Kinder und Jugendliche sind hier stark gefährdet, eine Computerspielsucht zu entwickeln.

Auch wenn es wenig Freizeitalternativen gibt, Eltern müssen hier konsequent Grenzen setzen, sagt Kinder- und Jugendpsychologe Roland Bugram:
"Natürlich werden Kinder und Jugendliche in diesen Wochen mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Das ist auch nicht besonders tragisch. Aber es müssen dennoch bestimmte Zeiten eingehalten werden. Auch jetzt in den Ferien sollte man zum Beispiel den Vormittag und Mittag ganz ohne Gaming verbringen. Es muss eine Struktur rein."

Eltern sollten also Zeitlimits setzen. Sollte das Kind darauf aggressiv reagieren, ist das bereits ein erstes Alarmzeichen, warnt Kinder- und Jugendpsychologe Roland Bugram:
"Diese extreme Gereiztheit ist oft mit Antriebslosigkeit verbunden. Die Kinder liegen dann nur noch im Bett und tun einfach gar nichts. Solche Anzeichen sollte man schon ernst nehmen."

(mc)

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