Coronavirus: Flug kehrt um

wegen Scherzbold

(06.02.2020) Ein richtig unangebrachter Scherz mit weitreichenden Folgen! Ein mit 243 Passagieren besetzter Flieger von Toronto nach Jamaika musste umkehren – wegen eines Coronavirus-Scherzboldes. Der 29-jährige Kanadier James Potok wollte mehr Insta-Follower und hat dabei nicht gemerkt, welche Ausmaße seine Aktion annehmen wird. Der Kanadier ist festgenommen worden.

Was ist genau passiert?

Während sich die Fluggäste im WestJet-Flug von Kanada mega auf ihren Jamaikaurlaub freuen, kommt alles anders als geplant. Auf halber Strecke steht der 29-Jährige auf, schaltet seine Smartphonekamera ein, stellt sich mitten in den Gang und sagt, dass er mit dem Coronavirus infiziert ist. Das Flugzeug kehrt daraufhin nach Kanada zurück.

Sein Ziel, zu einem viral Hit zu werden, hat der Kanadier ja somit erreicht: Check. Die Ausmaße seines „Scherzes“ hat der 29-Jährige aber fix nicht abschätzen können. Internationale Medien berichten über diesen Vorfall und reißen sich alle um ein Interview mit dem Scherzbold.

Die Auswirkungen sind dem Kanadier aber anscheinend trotzdem nicht ganz bewusst. Gegenüber City News in Toronto hat er gesagt, dass es ja etwas anderes wäre, wenn er gesagt hätte, er habe eine Bombe an sich. Er gibt den anderen die Schuld und meint, dass diese den Scherz falsch verstanden hätten. „Ich wollte ein Video, das viral geht. Natürlich habe ich mir Reaktionen erhofft. Jedoch nicht im Flugzeug, sondern online. Die Leute sollten sagen: ,Wow, der Typ ist mutig und verrückt‘. Ich bin Künstler und jede Publicity ist gute Publicity.“

Tja, die Folgen waren zu weitreichend: Am 9. März steht der Kanadier in Toronto vor Gericht.

(mt)

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