Covid macht Polizei zu schaffen

Viele zusätzliche Aufgaben

(06.12.2021) Die Corona-Pandemie macht auch der Polizei zu schaffen. Davor warnt jetzt Polizeigewerkschafter Hermann Greylinger im Gespräch mit der APA. Polizistinnen und Polizisten hätten viel mehr Aufgaben. Die wöchentlichen Großdemonstrationen und Kontrollen wären eine zusätzliche Belastung zu dem ohnehin schon stressigen Beruf. Die Beamten müssen derzeit demnach noch deutlich mehr Überstunden machen.

"Stimmung nicht die Beste"

"Die Stimmung in der Polizei ist speziell in den Ballungszentren überhaupt nicht die Beste", berichtete Polizeigewerkschafter Hermann Greylinger am Montag. Die Vielzahl an Aufgaben, die man im Kampf gegen die Corona-Pandemie der Polizei zusätzlich übertragen habe, "geht vielen Kolleginnen und Kollegen inzwischen an die Nieren", sagte der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Polizeigewerkschaft.

Viele Polizist*innen infiziert

Wie Greylinger im Gespräch mit der APA mitteilte, hätten sich seit Ausbruch der Pandemie bereits über 7.000 Polizistinnen und Polizisten mit dem Coronavirus infiziert. Rund 3.000 weitere Verdachtsfälle habe es gegeben. Dass es zu Infektionen komme, sei letzten Endes insofern nicht zu verhindern, als die Polizei von Gesetzes wegen dazu angehalten sei, "die Gefahr aufzusuchen", räumt Greylinger ein. Bei Festnahmen und Kontrollen hätten Schutzvorrichtungen ihre Grenzen: "Als Polizist kann man direkten Kontakt nicht vermeiden."

Auch "einige wenige" Todesfälle hat es laut Greylinger im Zusammenhang mit Covid-19 auf Seiten der Exekutive gegeben. Gar nicht so selten sind dem Gewerkschafter zufolge dagegen Fälle von Long Covid - Beamtinnen und Beamte, die sich von den Folgen einer Erkrankung lange nicht erholen. Dass diesen ab dem 30. Krankenstandstag die Zulagen als Teil ihres Gehalts gestrichen werden, führe zu erheblichen unverschuldeten finanziellen Einbußen. "Wir fordern daher seit 18 Monaten, dass in diesen Fällen die pauschalierten Zulagen weiter laufen müssen", betonte Greylinger.

Zusätzliche Belastung

Die Kontrollen, ob die verordneten Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 eingehalten werden, obliegen ebenso der Polizei wie das Verhängen von Strafen, Verfassen von Anzeigen oder Überprüfen von Absonderungsbescheiden. Zusätzlich ist die Polizei bei den regelmäßigen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen und der Schutzimpfung gegen Covid-19 im Einsatz. Das führt laut Gerhard Zauner von der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) bei der Polizei dazu, dass im Schnitt rund 60 Überstunden pro Monat für jeden Polizisten und jede Polizistin anfallen. Die Wiener Landespolizeidirektion konnte diese Zahlen nicht bestätigen.

(APA/CD)

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