Crowdfunding für Griechenland boomt

Wenn es die Politiker nicht tun, dann retten halt wir Bürger Griechenland. Das Online-Crowdfunding für die Griechen läuft und läuft. Ein Brite hat ja den Spendenaufruf gestartet. 1,6 Milliarden Euro will er bis nächsten Dienstag per Crowdfunding zusammenbekommen. Diese Summe soll Griechenland nämlich an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Dafür müsste nur jeder der rund 500 Millionen EU-Bürger etwas mehr als 3 Euro spenden.

Und siehe da: Inzwischen sind schon mehr als 1,2 Millionen Euro gesammelt.

Medienpsychologe Peter Vitouch:
“Da steckt viel Solidarität dahinter. Wir fühlen mit den Griechen mit, wir wollen das Land retten und wir sehen vor allem, dass wir mit wenig Geld viel erreichen können. Und das sorgt für eine kräftige Spendenmotivation.“

Auch du kannst bei der Griechenland-Rettung helfenhier geht’s zum Online-Crowdfunding

Aber: Können wir Bürger Griechenland wirklich retten? Wenn jeder der 500 Millionen EU-Bürger rund 3 Euro spenden würde, könnte der Staat dem Internationalen Währungsfonds die fällige Summe zurückzahlen. Sollte die Summe nicht zusammenkommen, würde das Geld zurückerstattet werden.

Wirtschaftsexperte Gottfried Haber begrüßt jedenfalls das Crowdfunding für Griechenland:
“Das was Staaten immer machen, ihre Schulden über Staatsanleihen finanzieren, heißt ja nichts anderes, als riesige Beträge auf einzelne Wertpapiere aufzuteilen. Einzelne Anleger geben dann ihr Geld. Die Crowdfunding-Idee funktioniert gleich, nur mit einer noch kleineren Stückelung. Völlig retten werden wir Griechenland aber per Crowdfunding nicht.“

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