Cyber Monday: So ticken User

Neidhammel-Effekt

(30.11.2020) Höhepunkt der Preisschlacht im Netz! Heute ist Cyber Monday, das große Finale der alljährlichen Black Friday Week. Die Händler locken also noch einmal mit Mega-Rabatten und fetten Minus-Prozenten. Und selbst User, die eigentlich eisern sparen und sich gegen Impulskäufe wehren, werden am Cyber Monday gerne mal schwach.

Schuld ist der in uns verankerte Wettbewerbsgedanke. Es geht nicht nur darum, selbst ein Schnäppchen zu ergattern, sondern es vor allem den anderen wegzuschnappen, sagt Psychologe Peter Vitouch:
“Das war schon in der Zeit vor dem Online-Handel so. Die Leute sind in die Geschäfte gestürmt und haben mit Ellbogen gearbeitet, nur damit der andere die Ware nicht bekommt. Da wird der Neidhammel in uns geweckt.“

Die Händler zielen aber auch auf das limbische System im Gehirn ab. Dort sind Erfolg und Belohnung verankert, so Vitouch:
“Jeder hat das schon mal erlebt. Man verzichtet auf ein Angebot, weil man es eigentlich nicht braucht. Trotzdem bedauert man, dass man nicht zugeschlagen hat. Es beschäftigt einen, man hadert mit sich selbst. Obwohl man genau weiß, dass ein Kauf unvernünftig wäre.“

(mc)

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