Der "Corona-Schwimmreifen"

2 Kilo mehr wegen Shutdown

(04.06.2020) Pünktlich zur Badesaison - die perfekte Bikinifigur - Fehlanzeige. Die Österreicher haben während des Corona-Lockdowns im Schnitt rund zwei Kilogramm zugenommen. Darauf deutet jetzt eine erste kleine Studie der Österreichischen Gesellschaft für Public Health und der MedUni Wien hin, deren Ergebnisse am Donnerstag präsentiert wurden.

Coronakrise schlägt sich auf die Hüften

Zwölf Personen im Durchschittsalter von 38 Jahren haben von Mitte März bis Ende April ihr Verhalten (Alltagsaktivität, Sporteinheiten, Schlafqualität, Energieverbrauch) gemessen und dokumentiert. Niemand war von Jobverlust oder Kurzarbeit betroffen. Im Schnitt waren sie mit dem Ende des Studienzeitraumes um zwei Kilogramm schwerer.

Körperliche Inaktivität

Die Ursachen: Vor allem die Alltagsaktivität nahm ab. Vor dem Lockdown konnte man in vergleichbaren Personengruppen von rund 22 Stunden körperlicher Inaktivität ausgehen, während des strikten Home Offices waren es bei den Probanden fast 23 Stunden. Die Studienteilnehmer nahmen in den sechs Wochen bis zu vier Kilogramm zu, im Schnitt waren es knapp zwei Kilogramm.

Abnehmen braucht Zeit

Problematisch wird es vor allem dann, wenn das zugelegte Körpergewicht wieder weg muss. Ähnlich wie an Feiertagen wie Weihnachten oder "Thanksgiving" ist eine Gewichtszunahme von etwa einem halben Kilo erst binnen sechs Monaten wieder runter. Somit sollte jetzt die Periode vom Corona-Lockdown bis Weihnachten intensiv für Gegenmaßnahmen wie Sport und gesündere Ernährung genützt werden, raten die Experten.

(ak)

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