Der Elefant von Etosha

Drama oder Fake?

(29.10.2025) Ein riesiger, verletzter Elefant, verkohlte Haut, Staub und Rauch – das Foto eines scheinbar verbrannten Tieres aus dem Etosha-Nationalpark in Namibia sorgt weltweit für Entsetzen. Viele Internetnutzer behaupten: Das ist ein KI-Fake! Andere sagen: Das Tier sei bei einem Buschbrand gestorben, Ranger hätten die ganze Nacht um sein Leben gekämpft.

Der bekannte Investigativdienst Bellingcat hat das virale Foto überprüft – mit Satellitendaten, Schattenanalysen und GPS-Abgleich. Ergebnis: Das Bild ist authentisch. Es zeigt einen lebenden, verletzten Elefanten am Wasserloch Ozonjuitji m’Bari im Etosha-Nationalpark. Fotografiert wurde es am 28. September 2025 vom südafrikanischen Fotografen Koos Reyneke.

Die Geschichte dahinter

Reynekes Aufnahmen entstanden während der verheerenden Buschbrände, bei denen nach offiziellen Angaben über 7.000 Quadratkilometer des Parks betroffen waren. Mindestens neun Antilopen, ein Elefant und ein Pangolin kamen ums Leben. Zu dem auf dem Foto gezeigten Tier berichtet der Fotograf, Ranger hätten noch versucht, dem Elefanten zu helfen – ob er überlebt hat, ist nicht bestätigt, aber auch nicht widerlegt. Mehrere Ranger vor Ort schildern laut Social-Media-Posts, sie hätten die ganze Nacht versucht, das Tier zu kühlen und zu retten – am Morgen sei es gestorben. Offizielle Bestätigungen dazu gibt es nicht, aber auch keine Hinweise, dass die Geschichte erfunden ist.

Frühe Zweifel, das Foto sei KI-generiert oder manipuliert, stammen vom namibischen Umweltministerium. Diese Einschätzung wurde inzwischen korrigiert – Bellingcat konnte die Aufnahme eindeutig verifizieren.

Die Bilder zeigen, wie schnell sich Desinformation verbreitet – und wie echte Aufnahmen durch Fake-Vorwürfe in Frage gestellt werden. Zugleich erinnert die Szene an die dramatischen Folgen der Buschbrände in Namibia: echtes Leid, echte Zerstörung, keine Computerfantasie. Das Foto ist echt, es zeigt einen lebenden, verletzten Elefanten im Etosha-Nationalpark. Die dramatische Rettungsgeschichte ist nicht belegt, aber plausibel – und steht stellvertretend für das Leid vieler Tiere bei den Feuern.

(fd)

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