Donauunfall: War Bootsführer schuld?

Boot 611

Nach dem Kentern eines Bundesheer-Pionierbootes auf der Donau bei Hainburg im September ist am Mittwoch der Unfallbericht präsentiert worden. Demnach hätte das Unglück verhindert werden können, wenn der Bootsführer nach dem Eintauchen des Bugs den Schub zurückgenommen hätte. Da dies nicht geschah, drangen über die Bugwelle pro Sekunde hunderte Liter Wasser ein und führten zum Kentern.

Der Unfall war im Rahmen eines sogenannten Girls' Camp des Heeres passiert. Das Pionierboot mit einem Unteroffizier als Steuermann war mit 13 Personen - acht Teilnehmerinnen an der Veranstaltung und fünf Soldaten - besetzt, als es am 1. September kenterte.

Zwei Frauen im Alter von 22 und 18 mussten in der Folge reanimiert werden. Sie waren unter das 8,5 Meter lange, 2,5 Meter breite und 2,5 Tonnen schwer Arbeits- und Transportboot geraten und einem Zeitprotokoll der Untersuchungskommission zufolge 39 bzw. 45 Minuten nach dem Kentern des Bootes aus dem Wasser gezogen worden. (APA)

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