Doppelmord an Kindern (6,7)
Mutter wollte Kinder "beschützen"
(08.09.2025) Es ist eine Tat, die weit über die Region hinaus für Entsetzen gesorgt hat. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag 2024 tötete eine 39-jährige Mutter in Rosenheim ihre beiden Kinder, sechs und sieben Jahre alt. Die Kinder wurden erschlagen und blutüberströmt in ihren Betten gefunden. Die Mutter lag verletzt daneben und wurde von einem Bekannten entdeckt, der die Polizei alarmierte.
Vor dem Landgericht Traunstein wurde nun das Urteil gesprochen. Die Frau habe heimtückisch gehandelt, sei aber schuldunfähig gewesen. Ein psychiatrisches Gutachten stellte eine paranoide wahnhafte Störung fest. Die Mutter sei nicht in der Lage gewesen, das Unrecht ihrer Tat zu erkennen. Das Gericht ordnete deshalb ihre Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Die Maßnahme ist zunächst unbefristet, wird jedoch regelmäßig überprüft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Im Prozess schilderten Gutachter, dass die Frau immer stärker in Wahnvorstellungen verstrickt war. Sie fürchtete, ihr Sohn werde im Kindergarten missbraucht, und sprach von einem drohenden dritten Weltkrieg. Diese Ängste steigerten sich im Laufe der Zeit, bis es an Weihnachten zur Katastrophe kam. In ihrem letzten Wort zeigte sich die Angeklagte fassungslos über die Tat. Sie denke jeden Tag an das Leid, das sie verursacht habe. Ein einfaches „Es tut mir leid“ reiche nicht aus, sagte die Mutter.
(fd/apa)