Dornauer noch unsicher

Möglicher Ausschluss-Einspruch

(03.10.2025) Nach seinem Ausschluss aus Partei und Landtagsklub hat sich Tirols Ex-SPÖ-Landeshauptmannstellvertreter und Parteichef Georg Dornauer Freitagnachmittag erstmals detailliert öffentlich geäußert - und kämpferisch wie enttäuscht gezeigt. Er habe noch nicht entschieden, ob er den Ausschluss vor dem Partei-Schiedsgericht bekämpfen will, erklärte Dornauer vor Journalisten. Dies werde er innerhalb der dafür vorgesehenen Sieben-Tages-Frist tun.

"Ich bin aber der klaren Überzeugung, dass der Parteiausschluss vor dem Partei-Schiedsgericht nicht halten würde", so der 42-jährige Landtagsabgeordnete bei dem Pressegespräch in einem Innsbrucker Hotel. Diesen habe letztlich das falsche Gremium, in dem Fall der Landesparteivorstand, beschlossen. Es sei nie ein drohender Schaden gegeben gewesen, der unmittelbar hätte verhindert werden müssen. Und die Parteioberen hätten das falsche Prozedere gewählt: "Es hätte ein Schiedsverfahren eingeleitet werden müssen."

Dornauer war am Donnerstag nach monatelangen, zuletzt zunehmend in der Öffentlichkeit ausgetragenen, Konflikten mit der Parteispitze zunächst aus dem Landtagsklub und dann am Abend vom Landesparteivorstand auch aus der Partei ausgeschlossen worden - beide Male einstimmig. Das rote Fass zum Überlaufen brachte ein von ihm alleine eingebrachter Dringlichkeitsantrag im Landtag, in der er die Rückführung von 170 Millionen Euro an "Übergewinnen" des Landesenergieversorgers Tiwag als Sonderdividende an die Bevölkerung verlangte. Seine Partei sprach daraufhin von einem Koalitionsbruch und einem Vorstoß, der weder intern noch mit dem Koalitionspartner ÖVP abgestimmt gewesen sei.

(FJ/APA)

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