Drogendeal mit Mundschutz

Dealer zeigen sich erfinderisch

(07.04.2020) Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen! Das dachten sich wohl auch Drogendealer in Italien und zeigen sich aufgrund der Ausgangsbeschränkungen besonders erfinderisch. Die Kriminellen erfinden jetzt neue Wege, um Rauschgift zu verkaufen. Mit Mundschutz und Handschuhen ausgerüstete Dealer liefern die Drogen direkt ins Haus. Das berichtete die Polizei in Rom.

Trotz der aktuellen Situation ist der Rauschgifthandel in den italienischen Metropolen nicht zum Erliegen gekommen. Neben Hausbesuchen, mischen sich die Dealer auch vermehrt unter Kunden von Supermärkten. In Rom wurde kürzlich vor einem Supermarkt eine 45-Jährige festgenommen, die mit Einkaufstaschen auf Kunden wartete, denen sie Haschisch verkaufte. Das berichteten die italienischen Medien. Die Polizei nahm in der Hauptstadt außerdem zwei Neapolitaner fest, nachdem in ihrem Auto bei einer Kontrolle zwei Kilo Kokain gefunden wurden. Ein 21-Jähriger aus Bangladesch, der in Rom in einem Taxi saß, wurde ebenfalls festgenommen. Die Beamten hatten in seinem Rucksack ein Kilo Haschisch entdeckt wurde.

Für den Gründer der Entzugsanstalt Villa Maraini in Rom, Massimo Bara, ist dieses Vorgehen nicht überraschend. "Es ist offenkundig, dass die Drogenlieferung nicht unterbrochen worden ist. Ansonsten wären wir voll mit Personen mit Entzugserscheinungen und das ist derzeit nicht der Fall", berichtet Barra. Aufgrund der Einschränkungen im Flug- und Schiffsverkehr werden die Drogenlieferungen nach Europa aber bald knapp werden.

(APA/ap)

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