Einsamkeit verkürzt Lebenserwartung

(14.08.2017) Einsamkeit erhöht deutlich die Sterblichkeit! Das zeigt jetzt eine aktuelle Studie aus den USA. Forscher haben dabei herausgefunden, dass sich soziale Isolation sogar schlimmer auf die Lebenserwartung auswirkt als Übergewicht. Immer mehr Menschen leben heutzutage alleine.

Dabei ist es wichtig für das Wohlbefinden und das menschliche Überleben, mit anderen Menschen sozial verbunden zu sein. Man darf den Risikofaktor Einsamkeit nicht unterschätzen und die Gefahren, die davon ausgehen.

Stephan Doering, Leiter der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der MedUni Wien:
"Wenn jemand ohnehin schon eine psychische Erkrankung hat oder eine Empfänglichkeit dafür mitbringt, dann ist er natürlich, wenn er einsam ist, stärker gefährdet, als wenn er ein tragfähiges soziales Netz hat und dadurch gestützt wird. Auch eine Depression beispielsweise beeinträchtigt direkt Körperfunktionen und kann auch zu Herz-Kreislauf Erkrankungen führen."

Es klingt banal, aber wer sich einsam fühlt, braucht soziale Kontakte und muss aktiv werden, so Stephan Doering:
"Man kann versuchen, soziale Kontakte zu knüpfen. Also zum Beispiel indem man zu Vereinen geht oder Kurse macht. Wenn das nicht gelingt, ist sicherlich ein Weg, sich professionelle Hilfe zu holen, um diese soziale Isolation aufzubrechen, wenn man es aus eigener Kraft nicht schafft."

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