Elch Emil soll betäubt werden
OÖ bereitet sich vor
(18.09.2025) Da die letzte Sichtung von Elch Emil an der Grenze zu Oberösterreich war, bereitet sich das Bundesland mit einer eigenen "SOKO-Elch" auf das Eintreffen von Emil vor. Während der Elch seit vier Wochen in Niederösterreich herumwandert, hat Oberösterreich andere Pläne.
Das Ziel ist es den Elch zu betäuben und an die tschechische Grenze zu schicken, dort könnte er endlich auf Artgenossen treffen.
Der Elch-Plan
Der Plan dazu sieht folgendermaßen aus: Sobald der Elch gesichtet wird, soll er bei der entsprechenden Stelle gemeldet werden.
In einem sicheren Gelände wird Emil dann betäubt und Richtung Tschechien, zum Nationalpark Šumava gebracht. Dort lebt eine Elchpopulation.
Landesrätin Michaela Langer-Weninger betont, dass der Schutz und das Wohl von Elch Emil im Mittelpunkt stehen. So sollen auch gefährliche Situationen für Menschen im Straßen- und Bahnverkehr vermieden werden.
Risiko durch Narkose?
Es gibt auch Aspekte, die gegen eine Betäubung von Emil sprechen. Für ein so großes Tier stellt ein Narkosepfeil
ein hohes Risiko dar, berichtet etwa die Kronen Zeitung.
Bei einer Betäubung können demnach Kreislaufprobleme, Verletzungen beim Sturz vom Einschlafen und andere Folgeschäden entstehen.
Außerdem würden Aktionen wie diese die Tiere stressen, eine Eingewöhnung an einem neuen Ort ist keinesfalls garantiert.
(APA/EP/CD)